die Sophokles die Tragödie selbst ihrem Wesen und ihrer Vollkom-menheit näher brachte; sondern bloß von den Neuerungen und Zu-sätzen, die er in der Kunst sie aufzuführen inachtc. lind die Geschichtedieser Kunst faßt Aristoteles / im vierten Kapitel seiner Dichtkunst,iu folgender Beschreibung kürzlich zusammen: K«-- -eo^«? ^.-r«/Zo>,«s
/i^aXcc/Zovo'a --i ?>z«^»jiältt -?ira^><7«ro, k^c-, 6<^xk ka^>i^? <siv<7t^. Xa-.ro ruv ^oxtz^uv srXiz^c)?, ^ k, c>? cl? ö^io iktz^^o? '^icrx^o; ^)>«z>k,xou, ^« ro^i Xo<>o^> ^arvc-io'k, «ai> rov >/0)>ov !ki>^?«)>^vt^i/»' ^a<zk-crxkvc-crc' rizkl? ök, «ai. lrx^vo)>l>cl<zptav ^oPo--.Xiz?, De» besten Kommen-tar über diese Worte des Aristoteles giebt eine Stelle des Dioge-nes Laertius, wo er die Geschichte der Weltweishcit mit der Ge-schichte der Tragödie vergleicht: wo-«cz 6- ?o -r«>.«i,ov t,- ^ ^«^vSi«
^lzo^l>oi- ^Ii-oi-o? o Xk>?k>? ölkö^«li.«?^^k»-, I?i^k-ic>v öc Gko^l? k^a
^zroxiz^i- i-iT>lzcv "uirkiz ro'u ö-.«va»cl»^>kcr^ai ^o>- z^o^ov, xa-. öi^rkt-ov'^Vio'x^o?, rc>,- ^^ov ^r»^ox?^z?, xai. o'wkic^izuo'wv ^izv r-zaz>ll-
öli»^, o^>^? ^ -^^oo-ozi-.«?, «. Der Verstand von beiden
Stellen ist dieser. Anfangs war die Tragödie nichts als Gesang ver-schiedener Loblieder zu Ehren des Bacchus. Damit der Chor, welcherdiese Lieder saug, manchmal ruhen und Athem schöpfen könnte, fielThespis darauf, eine interessante Begebenheit dazwischen von einemans der Bande erzählen oder vorstellen zu laßen. Aeschylus verwan-delte diese Erzählung und Vorstellung die von einer einzigen Persongeschah, in ein ordentliches Gespräch, indem er eine zweyte Personhinzufügte, liutcr die sich nunmehr die Geschichte vertheilte, obgleichnothwendig die Eine Person mehr Antheil an der Handlung habe»mußte, als die andre. Der Schauspieler, welcher die Rolle der Haupt-person spielte, hieß ^-^r---)-^^?, so wie der andre ö-^^izc-z'-o,'^?.Es war aber darum nicht nothwendig, daß das ganze Drama nichtmehr als zwei Personen haben mußte; denn der Dcutcragonist konntederselben gar wohl mehr als Eine vorstellen, wenn sie nur nicht miteinander zugleich erscheinen durften. Aber mit einander zusammen spra-chen in dem ganzen Drama deren nicht mehr als zwei. Endlich fandSophokles / daß auch dieses noch zu einförmig war. Er fügte alsodie dritte Person hinzu, welche ^^«^Ki-l?-^? hieß".
° Hiczu brauchten keine besondre Leute zu seyn, und Demostyeneswirft es dem Aeschines mehr als Einmal vor, daß er I» seiner Zugenddiese dritte» Rollen gespielt habe. — Unmöglich kann aber Gyraldus gewußt