damit nicht übereinzustimmen scheint, wenn Aristides sagt, philoklcshabe den Preis gegen den Sophokles gewonnen.
Vielleicht also, daß nach dem Sophokles mit Tetralogien gegenTetralogien gestritten wurde. Nimmt man diese Meinung an, so las-sen sich viele Dinge vergleichen, die man sonst wohl unvcrglichen las-sen muß. Z. E. Euripides soll nach dem varro fünfmal, nach demA- Gellius funfjehnmal den Preis gewonnen haben. Da wäre dannkein Widerspruch, varro würde fünf Trilogicn gemeint haben,und Gellius hätte die ciiijclncn Stücke derselben gezählt".
Wider diese Meinung scheint die Terralogia Orestia des Ae-schylus zn seyn, deren Aristophanes in den Fröschen v. 1166 ge-denkt. Der ungenannte Verfasser der Beschreibung von den Olympia-den sagt indeß, daß diese Tetralogie in dem zweiten Jahre der acht-zigsten Olympias den ersten Preis erhalten habe. Damals aber warAeschylus schon todt; und es war eins von denen Stücken, die nachseinem Tode aufs Theater gebracht werden durften. Der Scholiastsagt von dem Agamemnon, welches das erste Stück in dieser Tetra-logie ist, das Nämliche.
Sie wäre meiner Meinung also nicht zuwider, aber wohl eine an-dre, von welcher der Ungenannte unter der sechs und sicbciijigsteuOlympiade, beim vierten Jahre sagt: '^lo-x^o? ^«)--j>ö<>^ -nx« Oi-
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Zum Theil der ungenannte Biograph.) Ueber die Neuerun-gen, die Sophokles in seiner Kunst machte, drückt sich dieser Unge-nannte so aus: „Er lernte die tragische Dichtkunst vom Aeschylus ,„und erfand viel Neues in der Vorstellung. Erstlich schaffte er cS ab,„daß der Dichter selbst sein Stück spielte, (welches ehedem gewöhnlich„war) weil er selbst eine allzu schwache Summe hatte. Ferner ver-mehrte er die Personen des Chors von zwölf Personen auf fnnfzehn,„und erfand den dritten Schauspieler. Man sagt auch, daß er selbst„einmal die Zither genommen, und in dem Stücke Thamyris darauf„gespielt habe; daher er denn auch in der bunten Gallerie °° mit der„Zither gemahlt worden. Saryrus sagt, daß er auch den krummen
° Bcrgl. Bayle im Art. Euripides.
°° ilmx-,?^ 50« hieß einer von den bedeckten Gänge» wegen der da-selbst befindlichen vielen Gemählde.