Druckschrift 
6 (1839)
Entstehung
Seite
348
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348 Sophokles .

Stab erfunden habe. Desgleichen sagt Istrus, daß er die weissenStiefeln erdacht habe, welche sowohl die Schauspieler, als die Per-soncn des Lhors tragen."

WaS hier durch krummen Stab übersetzt ist, heißt im Griechi-schen «a,u.»^,Xiz /Zax^tzl«. Xc-,u,5^>/>z, sagt Stephanus, heisst auchder krumme Stab, dessen sich die Jager bedienen. ist einer-

lei mit /Zax^->,>, daeulus, loinio. Das letztere kommt sehr oftin des Euripides Phönizierinnen vor, wo der blinde Oedipusviel von seinem Stäbe spricht; als, v. 17ll). 11:

IloZ-i, ^'klzcltov 7lA^u.t;!Z»l>lrl>« 5l>oo'H>kiz' u r^xiov.

Auch ^«x^-v^« kommt dort v. 1Z34. 3Z. vor, welches das Stutzenauf dem Stäbe bedeutet:

l'l /I,' itoltzi^t^k /Zax^lZ6v/>.a^ ^I>>^>.0^>

Julius pollur, B. IV. Kap. 18, ^oxtz^uv o-xk^?, sagtvon der Kleidung alter, bejahrter Personen: ^o^u-/ s- <potz^«'

/Zax^tzt«. So ist die Stelle in der neuen Ausgabe des Hemsterhuisabgedruckt; und die lateinische Ucbcrsetzung dabei ist: 8ei»im auleininäumenluin vettis est rolvrla, puivurea, vol r>ixra glisni-i. ?ui'-^>ure.'» veltis junioiinn iiilliimeiitum eil. S>o»^xl? wird durchvottis j>Iiot!ii!cei coloiis erklärt. Diese phönijischc Farbe aber wirdvon dem Purpur bei den Alten allezeit auf das deutlichste unterschie-den. Ich tadle also zuerst an dieser llcbersctzung, daß sie beides durchziui-uiirous gegeben. Die Laccdämonicr trugen ^<-^xlö-e im Kriege,damit das Blut nicht so zu sehen seyn sollte. Die phönijischc Farbewar also ohne Zweifel dunkclroth. Vielleicht zwar, wie mir cS jetztwahrscheinlicher wird, ist es umgekehrt. Demi plinius sagt (L. IX.c. 38.) daß die Purpurfarbe uizi-Ieims !>^>ectu sey; und Gcllius(I>. II. e. W.) giebt der phönijifchcn Farbe exuverniiliain tuloniko-i'vmlzuo i-ulioi'i8. Was heißt aber veltis ^eto?'/»? WaS kannxa^v^ seyn, wenn es von einem Kleide gesagt wird? Kurz,««,,,,5^^ gehört zu Und polluv selbst verbindet beides an

einem andern Orte, (1^. X. H. 173.) wo er sagt, daß ^«xi^i«, -e-tz.<7l; so viel sey, als