Druckschrift 
6 (1839)
Entstehung
Seite
356
Einzelbild herunterladen
 

Z5K Sophokles.

(2-)

Er starb in dem dritten Jahre der drei und neunzigsten Olym-pias.) Beim Suidas steht, er sey sechs Jahr nach dem Euripidcsgestorben. Dagegen sagt der ungenannte Verfasser der Beschreibungder Olympiaden unter jenem Jahre, daß iLuripides und Sophokles beide in demselben gestorben wären.

Eben dieses sagt auch Diodorus Sikulus (I.. XIII.) dem Apol-lodorus zufolge. Doch bemerkt Diodor selbst gleich darauf die Ver-schiedenheit der Meinungen hicvon, indem Euripides , nach einigen,nicht lange hernach von den Hunden sey zerrissen worden.

(^)

Die Art seines Todes wird verschiedentlich angegeben.) Ichwerfe von ungefähr den zweiten Band von Zwinger's 1'I>e»tro viloeIluinanoe auf; und auf einmal werde ich meinen Sophokles unterden Selbstmördern gewahr °, und zwar unter denen, die es ausFurcht vor der Schande geworden sind. Ich erstaune; denn ich hattemir geschmeichelt, daß nicht leicht ein LebcnSumstaud von diesem Dich-ter seyn müßte, dem ich nicht nachgespürt, den ich nicht crwogcu hätte.Die Art seines Todes wird verschieden erzählt; das ist wahr. Aberso! Wer in der Welt hat sie jemals so erzählt? Valerius Maxi-mus, versichert Zwinger. Valerius Maximus ? Und was sagtdenn dieser? .,8o^l>ooles ulti'mae jnm lonvolutis, cum iu eerlarneuIr.igoecl!.-»!» lllmlüllet Ganz recht, das sind des ValeriusWorte; ich erinnere mich ihrer au dem t/»ni/i^e/, wofür die neuern

elenden Ausgaben, z. E. die Minellische, </ec/i^ci lesen.--Aber

weiter! aneiuiti lenken Iil»ruin ovonkn ülu lollicltus, ali^uanäo

lauieu una lenkeuki!» viclor, cimliini inortis gladiuin Iiabuit.--

k?/ac/t,»» /laiuii? Nimmermchr! Aauc/tun» Iiabuit, heißt esbeim Valerius. Er starb vor Freude, daß er endlich dennoch, obschvnnur durch Eine überwiegende Stimme, die Krone davon gelragen hatte.

Nun sehe man was für Lügen aus einem Druckfehler entspringe»können! lind aus einem gleichwohl so handgreiflichen! Doch mnßich auch dieses zu Zwinger s Entschuldigung anführen, daß ihn dieserDruckfehler schwerlich so weit irre geführt haben würde, wenn ihnnicht ein andrer vorhergehender schon vom Wege abgeführt hätte.

' Vol. II. VII. p. 459.