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6 (1839)
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Laokoon .

haben. Sie erhebet die Weisheit der Künstler eben so sehrals die andre, auf die sie alle fallen, die sie aber nicht sowohlanzupreisen wagen, als vielmehr nur zu entschuldigen suchen.Ich meine die Verschiedenheit in der Bekleidung. Birgils Lao-koon ist in seinem pricstcrlichcn Ornate, und in der Gruppeerscheinet er, mit beyden seinen Söhnen, völlig nackend. Mansagt, es gebe Leute, welche eine grosse Ungereimtheit darinnfänden, daß ein Königssohn, ein Priester, bey einem Opfer,nackend vorgestellet werde. Und diesen Leuten antworten Ken-ner der Kunst in allem Ernste, daß es allerdings ein Fehlerwider das Ueblichc sey, daß aber die Künstler dazu gezwungenworden, weil sie ihren Figuren keine anständige Kleidung ge-ben können. Die Bildhauern), sagen sie, könne keine Stoffenachahmen; dicke Falten machten eine üble Wirkung; aus zweyUnbequemlichkeiten habe man also die geringste wählen, undlieber gegen die Wahrheit selbst verflossen, als in den Gewän-dern tadclhaft werden müssen.^- Wenn die alten Artisten beydem Einwnrfe lachen würden, so weis ich nicht, was sie zuder Beantwortung sagen dürften. Man kann die Kunst nicht

k) So urtheilet selbst Dc Piks in sciimi Anmerkungen über den Du

Arcsnol? V. üttl. Remnra.ue!!, s'il vous plilil, que les vrsneries tenilreslexeres n etsnt «Ivnnee» qu'ü» sexe keminin, le» »neiens Soulpteurs ontevile «ul-lnt <l»'il» ont, u"li»liiller les Njzureü a"i,omme8; naree «iii'U»v»t peiile, eammv iiou» I'svons »leja >Iit, qu'en 8c»lr>Iure on ne iionvoitimiler los «tolles jl! que les gro» plis kilisoivnt u» mauvsis ellel. II ^ »nresque »utiliit ilexemnles üe eelte verite, yu'il ^ » psrmi les »»tin.ue»»le sixures ll'Iioinmus »uds. Je r-lnnorlerfti leulvmenl eelui >Iu I.»uenon,lequol selon I» vrillsemlilnnee «levroil «Ire vetu. Ln esset, quelle «pp»re»ee>--»-l'iI qu'un AI» üe Itoi, «n'u» pretre «i Apollo» se tr«uv»t laut nuil»I»ii» I» ceremunie »oluells «In» Iserikee; c»r le» lernen« pzisserent »leI'lsile >Ie rvueäos »u rlvsxe ile 1'ro>e, A surprirent I.sucoon <^ ses KI»>I»n» le tems meme qn'il silcriNoit » Xeptune sur le liorll öe I» iner,coniine le m»r<l»e Vir^ile «Isns le lecoixi livre «le son LneiSe. kenen>l!i»tIvü ^rlisle», yui sont le» ^Vuteur» lle ee liel ouvr-lKe v»t liien v ü, qu'ils»e i>u»v»ie»t p»» Ivur Uanner >Ie vetemen» eonveuitliles a leur quitlite,situ-i f»ire eomme u» gm»» >le pierre«, ilont I» müsse resemlilvroit » u»locker, »u lieu lies lrois -»Imiranle» tißures, «lui ont ele A r>»i sont l«u-^juur» I'i»Ii»ir!>li>>» lies Necles. k>st pour cel» yue «le «leux ineonvenlen»,ils ont ^uz;e «eliii «le» «Iritperie» l>ei>ucuuj> plus sselieux, <iue celui Salier«unlre I» verile ineme.