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Lackes»,
liefern könntc. — Es würde mich nicht befremden, wenn ichfände, daß einer von den alten Auslegern des Homers dieseStelle als die vollkommenste Allegorie von dem Ursprünge, demFortgange, der Befestigung und endlichen Bccrbsolgung der kö-niglichen Gewalt unter den Menschen bewundert hätte. Ichwürde zwar lächeln, wenn ich läse, daß Vulkan, welcher dasScepter gearbeitet, als das Feuer, als das, was dem Menschenzu seiner Erhaltung das uncnlbchrlichstc ist, die Abstellung derBedürfnisse überhaupt anzeige, welche die ersten Menschen, sicheinem einzigen zu unterwerfen, bewogen; daß der erste Königein Sohn der Zeit, (2^-,- Xpovcu-v) ein ehrwürdiger Alte ge-wesen sey, welcher seine Macht mit einem beredten klugen Maunc,mit einem Merkur, i^lo-xT-opu, ^9^x^01 >-^) theilen, oder gänz-lich auf ihn übertragen wollen; daß der kluge Redner zur Zeit,als der junge Staat von auswärtigen Feinden bedrohet worden,seine oberste Gewalt dem tapfersten Krieger (NxXoirt nX.«^^^)überlassen habe; daß der tapfere Krieger, nachdem er die Feindegcdämpfct und das Reich gesichert, es seinem Sohne in die Händespielen können, welcher als ein friedliebender Regent, als ein wohl-thätiger Hirte seiner Völker, (iro^^v ^«wv) sie mit Wohllebenlind Uebcrfluß bekannt gemacht habe, wodurch nach seinem Todedein reichsten seiner Anverwandten i^o?^o-?7>i s^--^) der Weggcbahnct worden, das was bisher das Vertrauen ertheilet, unddas Verdienst mehr für eine Bürde als Würde gehalten hatte,durch Geschenke und Bestechungen an sich zu bringen, und eshernach als ein gleichsam erkauftes Gut seiner Familie auf im-mer zu versichern. Ich würde lächeln, ich würde aber demohngcachtct in meiner Achtung für den Dichter bestärket werden,dem man so vieles leihen kann. — Doch dieses liegt aussermeinem Wege, und ich betrachte itzt die Geschichte des Sceptersbloß als einen Kunstgriff, uns bey einem einzeln Dinge ver-weilen zu machen, ohne sich in die frostige Beschreibung seinerTheile einzulassen. Auch wenn Achilles bey seinem Scepterschwöret, die Geringschätzung, mit welcher ihm Agamcmnon be-gegnet, zu rächen, giebt uns Homer die Geschichte dieses Scep-ters. Wir sehen ihn auf den Bergen grünen, das Eisen tren-net ihn von dem Stamme, entblättert und enlrindct ihn, und