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6 (1839)
Entstehung
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475
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lieber die Erciijcii der Mahlerey und Poesie. 476

wir dcrcn mehrere oder wenigere antreffen, von der Güte dereinen oder des andern urtheilen zu können; ob sich aber allediese Kennzeichen in ein lebhaftes Bild leicht zusammen fassenlassen, oder nicht, das konnte ihm sehr gleichgültig seyn.

Ausser diesem Gebrauche sind die ausführlichen Gemähldekörperlicher Gegenstände, ohne den oben erwähnten HomerischenKunstgriff, das Coexistirendc derselben in ein wirkliches Succes-sives zu verwandeln, jederzeit von den feinsten Richtern für einfrostiges Spiclwcrk erkannt worden, zu welchem wenig oder garkein Genie gehöret. Wenn der poetische Stümper, sagt Horaz ,nicht weiter kann, so fängt er an, einen Hayn, einen Altar,einen durch anmuthigc Fluren sich schlängclndcn Bach, einenrauschenden Strom, einen Regenbogen zu mahlen:

I^uous ara Diuua?,

zirouerantis arni!« per- ammiios umliitu5 .izros,^.ut ilumen ülwlium, aub ziluvlns ilcl''iliitui' aicus.Der männliche Pope sahe auf die mahlerischen Versuche seiner poe-tischen Kindheit mit grosser Geringschätzung zurück. Er verlangteausdrücklich, daß wer den Namen eines Dichters nicht unwürdigführen wolle, der Schildcrungssucht so früh wie möglich entsa-gen müsse, und erklärte ein bloß mahlcndcs Gedichte für einGastgcbot auf lauter Brühen.« Von dem Herrn von Kleist

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Die Anmerkung, welche Warburton über die letzte Stelle macht, kau» füreine authentische Erklärung des Dichters selbst gelten, lie nk,.>» v»»-

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