494 Laokoon.
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iVon li noinin ceiar koito aleun velo.Milton sagt bey Gelegenheit des Pandämoniums: einige lobtendas Werk, andere den Meister des Werks. Das Lob des ei-nen ist also nicht allezeit auch das Lob des andern. Ein Kunst-werk kann allen Beyfall verdienen, ohne daß sich zum Ruhmedes Künstlers viel besonders sagen läßt. Wiederum kann einKünstler mit Recht unsere Bewunderung verlangen, auch wennsein Werk uns die völlige Genüge nicht thut. Dieses vergesseman nie, und es werden sich öfters ganz widersprechende Ur-theile vergleichen lassen. Eben wie hier. Dolce, in seinem Ge-spräche von der Mahlerey, läßt den Arctino von den angeführ-ten Stanzen des Ariost ein ausserordcntlichcs Aufheben machen;ich hingegen, wähle sie als ein Exempel eines Gemähldes ohneGemählde. Wir haben beyde Recht. Dolce bewundert darinndie Kenntnisse, welche der Dichter von der körperlichen Schön-heit zu haben zeiget? ich aber sehe bloß auf die Wirkung, welchediese Kenntnisse, in Worte ausgedrückt, auf meine Einbildungs-kraft haben können. Dolce schließt aus jenen Kenntnissen, daßgute Dichter nicht minder gute Mahler sind; und ich aus dieserWirkung, daß sich das, was die Mahler durch Linien und Far-ben am besten ausdrücken können, durch Worte grade am schlech-testen ausdrücken läßt. Dolce cmpfichlet die Schilderung desAriost allen Mahlern als das vollkommenste Vorbild einer schö-nen Frau; und ich empfehle es allen Dichtern als die lehrreichste
c) (oiüloxv aellit pittnr», intilolslo l'^relino: rirenns t?35. p. t78.)8e voxUono i ?UtorI leni!» tslie» Iiov-ire un perkello elewpi» ili I>el>avon»», lexxsno quölle Sliwüs nell'^Vriosio, nelle yu»Ii eZIi «Merive mi»i»dilme»le I« beilege iZell» ?iU» ^Icina: e vellrsmuo xilrimeiUe, quanloi vlwni ?oe>i liimo »ncora eM pittori. —