Druckschrift 
6 (1839)
Entstehung
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498
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Lackoon,

Ht<5i^<x? I?<^<zi_>,I7»X/i_»5k^>xxc>^ <sx ^ii^^ioi^^,/Xtoi'^o'trii' i^<5^>i>l^oi^ ^?r«^)>,u>i'« <sx ?o^>?oii?rocxt L«^s>^X,ov.

So wcis auch Lucian von dcr Schönheit der Panthca anderskeinen Begriff zu machen, als durch Ncnvcisung auf die schön-sten weiblichen Bildsäulen alter Künstler. ^ Was heißt aberdieses sonst, als bekennen, daß die Sprache vor sich selbst hierohne Kraft ist; daß die Poesie stammelt und die Beredsamkeitverstummet, wenn ihnen nicht die Kunst noch cinigcrmaasscnzur Dolmetscherin dienet?

XXI.

Aber verliert die Poesie nicht zu viel, wenn man ihr alleBilder körperlicher Schönheit nehmen will? Wer will ihrdie nehmen? Wenn man ihr einen einzigen Weg zu verleidensucht, auf welchem sie zu solchen Bildern zu gelangen gedenket,indem sie die Fußtapfcn einer vcrschwisterlcn Kunst aufsucht, indenen sie ängstlich hcrumirrct, ohne jemals mit ihr das gleicheZiel zu erreichen: verschließt man ihr darum auch jeden andernWeg, wo die Kunst hinwiederum ihr nachsehen muß?

Eben dcr Homer, welcher sich aller stückwciscn Schilderungkörperlicher Schönheiten so geflissentlich enthält, von dem wirkaum einmal im Vorbeygehen erfahren, daß Helena weisse Arme »lind schönes Haar 6 gehabt; eben dcr Dichter wcis dcm ohngc-achtct uns von ihrer Schönheit einen Begriff zu machen, deralles weit übcrstcigct, was dic Knnst in dicscr Absicht zu leistenim Stande ist. Man erinnere sich dcr Stelle, wo Helena indic Btrsammlung dcr Acltcste» des Trojanischen Volkes tritt. Dieehrwürdigen Greise sehen sie, und einer sprach zu den andern: ^

O^> ^>ct>cx<,' x«t rO'xi'i^(i<s«^ L^vlicii^

^xm'ks Z. 3. l>. II. ,,. 4kl. LiIU. IlsiI-5.a) Ilwil. I'. v. jZt.5) Iliiil. v. 3l».IIii>>. v. 156-58.