Druckschrift 
7 (1839)
Entstehung
Seite
125
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erster Band.

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das Glück mehr nehmen könnte, als cs gegeben hat; gesundund vergnügt waren sie, gesund und vergnügt bleiben sie.

Diese Fabel hätte jeder erfinden können; aber wenige wur-den sie so unterhaltend zu machen gewußt haben, als Marivaur.Die drolligste Laune, der schnurrigste Witz, die schalkischstc Sa-tirc, lassen uns vor Lachen kaum zu uns selbst kommen; unddie naive Bauernsprachc giebt allem eine ganz eigene Würze.Die Übersetzung ist von Kriegern, der das französische patoi«in den hiesigen platten Dialekt meisterhaft zu übertragen gewußthat. Es ist nur Schade, daß verschiedene Stellen höchst feh-lerhaft und verstümmelt abgedruckt worden. Einige müßten noth-wendig in der Vorstellung berichtiget und ergänzt werden. Z. E.folgende, gleich in der ersten Scene.

Zürge. He, he, he! Eiv wie doch ficf Schillink kleen Geld, ikhcv iiiks, as Eullen un Dahlers.

Life. He, he, he! Segge doch, heft du Schrulle» »icd dienenficf Schillink kleen Geld? war wist du damcd maakcn?

Zürge. He, he, he, he! Eiv mie fief Schillink kleen Geld,scg ik die.

Life. Woto denn, Hans Narr?

Zürge. För düssen Jungen, de mit micnen Bündel cp deeReise bcd in unse Dörp dragcn hcd, un ik biui ganß licht unsacht hergahn.

Lise. Wüst du to Foole hergahn?

Zürge. Ja. Wiel't vcel cummoder is.

Lise. Ta heft du ccn Maark.

Zürge. Tat is doch noch resnavel. Wo veel maakt't? Sovcel is dat. Scn Maark hcd se mie dahn: da, da is't. Nehml't hcn ;so is't richdlg.

Lise. Un du vcrdcihst ficf Schillink an een Jungen, de die datPak dragen hed?^ Zürge. Ja! ik mot ehm doch ccn Trankgcld geven.Valentin. Sollen die fünf Schilling für mich, Herr Jürge?Zürge. Ja, micn Fründ!

Valentin. Fünf Schilling? ein reicher erbe! fünf Schillinge?ein Mann von ihrem Stande! Und wo bleibt die Hoheit derSeele?