Zweyter Band,
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Indem wird Esscx gemeldet, lind vorgelassen. Der Bericht,den er von dem glückliche» Erfolge seiner Expedition abstattet,ist kurz. Die Königinn sagt ihm, auf eine sehr verbindlicheWeise: „Da ich Euch wieder erblicke, weiß ich von dem Aus-gangc des Krieges schon genug."(°) Sie will von keinen nä-hern Umständen hören, bevor sie seine Dienste nicht belohnt,lind befiehlt dem Kanzler, dem Grafen sogleich das Patent alsAdmiral von England auszufertigen. Der Kanzler geht; dieKöniginn und Esscx sind allein; das Gespräch wird vertraulicher;Esser hat die Schärpe um; die Königinn bemerkt sie, und Esscxwürde cs aus dicscr bloßen Bemerkung schlicsscn, daß cr sicvon ihr habc, wcnn cr es aus dcn Reden der Bianca nichtschon geschlossen hätte. Die Königinn hat den Grafen schonlängst heimlich geliebt; und nun ist sic ihm sogar das Lebenschuldig. Es kostet ihr alle Muhe, ihre Neigung zu ver-bergen. Sie thut vcrschicduc Fragen, ihn auszulockcn und zuhörcn, ob sein Herz schon cingcnommcn, und ob cr cs vcrmuthc,wcm cr das Lebcn in dem Garten gcrcttct. Das letzte giebtcr ihr durch seine Antworten gcwisscrmaaßcn zu verstehen, undzugleich, daß cr für cbcn diese Person mehr cmpsindc, als erderselben zu entdecken sich erkühnen dürfe. Die Königinn istauf dem Punkte, sich ihm zu crkcnncn zu geben: doch siegt nockihr Stolz über ihre Liebe. Eben so sehr hat der Graf mitseinem Stolze zu kämpfen: cr kaun sich des Gedankcns nichtcntwcbrcn, daß ihn die Königinn licbc, ob cr schon dic Vcr-messcnheit dicscs Gcdankcns erkennet. (Daß diese Scene größ-tenteils aus Reden bestehen musst/ dic jcdcs seitab führet, istleicht zu erachten.) Sic heißt ihn gehen, und heißt ihn wiederso lange warten, bis der Kanzler ihm-das Patent bringe. Erbringt es; sie überreicht es ihm; cr bedankt sich, und das Seitabfängt mit neuem Feuer an.
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