Druckschrift 
7 (1839)
Entstehung
Seite
291
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Zweyter Band.

Fünf und sechzigstes Stück.Den I-Zten December, 17K7.

Du? mir eine Schwachheit? fragt die Königinn.

Bianca. Schmcichcleyen, Seufzer, Liebkosungen, niid besondersThränen, sind vermögend, auch die rcinsic Tugend zu untergraben.Wie theuer kömiiit mir diese Erfahrung zu stehen! Der Graf

Die Königinn. Der Graf? Was für ein Graf?

Bianca. Von Essex.

Die Königinn. Was höre ich?

Bianca. Seine verführerische Zärtlichkeit

Die Königinn. Der Graf von Essex?

Bianca, Er selbst, Königinn.

Die Königinn, (bcv Seite) Ich bin des Todes! Nun? weiter!Bianca. Ich zittere. Nein, ich darf es nicht wagenDie Königinn macht ihr Muth, und lockt ihr nach undnach mehr ab, als Bianca zu sagen brauchte; weit mehr, alssie selbst zu hören wünscht. Sie höret, wo und wie der Grafglücklich gewesen; (°) und als sie endlich auch höret, daß er ihrdie Ehe versprochen, und daß Bianca auf die Erfüllung diesesVersprechens dringe: so bricht der so lange zurückgehaltene Sturmauf einmal aus. Sie vcrhönct das leichtgläubige Mädchen aufdas empfindlichste, und verbiethet ihr schlechterdings, an denGrafen weiter zu denken. Bianca erräth ohne Mühe, daß die-ser Eifer der Königinn, Eifersucht seyn müsse: und giebt es ihrzu verstehen.

Die Königinn. Eifersucht? Nein; blos deine Aufführungentrüstet mich. Und gesetzt, ja gesetzt, ich liebte den Grafen.Wenn ich, Ich ihn liebte, und eine andere wäre so vermessen, sothöricht, ihn neben mir zu lieben, was sage ich, zu lieben?

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