Druckschrift 
7 (1839)
Entstehung
Seite
294
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294 Hamburgische Dramaturgie.

Der Kanjler. Herbey, herbey! Was war das für ein Knall,in dem Zimmer der Königinn? WaS geschieht hier?

vssex. (mit der Pistole i» der Hand) Grausamer Zufall!

Die Königinn. Was ist das, Graf?

Essex. Was soll ich thun?

Die Königinn. Bianca, was ist das?

Bianca. Mein ?od ist gewiß!

Esscx. In welcher Verwirrung befinde ich mich!

Der Kanjler. Wie? der Graf ein Verräther?

Essex. (bey Seite) Wozu soll ich mich eiitschlicsfen? Schweigeich: so fällt das Verbrechen auf mich. Sage ich die Wahrheit: sowerde ich der nichtswürdige Verklägcr meiner Geliebten, meiner Bianca,meiner theuersten Bianca.

Die Königinn. Sind Sie der Verräther, Graf? Bist du es,Bianca? Wer von euch war mein Retter? wer mein Mörder? Michdünkt, ich hörte im Schlafe euch beide rufen: Verrätherinn! Verrä-ther! lind doch kann nur eines von euch diesen Namen verdienen.Wenn eines von euch mein Leben suchte, so bin ich es dem andernschuldig. Wem bin ich eS schuldig, Graf? Wer suchte cS, Bianca?Ihr schweigt? Wohl, schweigt nur! Ich will in dieser Ungewißheitbleiben; ich will den Unschuldigen nicht wissen, um den Schuldigennicht zu kennen. Vielleicht durfte es mich eben so sehr schmerM,meinen Beschützer zu erfahren, als meinen Feind. Ich will der Biancagern ihre Nerrätherey vergeben, ich will sie ihr verdanken: wenn da-für der Graf nur unschuldig war. (°)

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