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Zweyter Band.
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gcwahr, daß der Graf schreibt. „Ohne Zweifel, sagt sie, „an„seine Bianca! Was schadet das? Zch komme aus Liebe, aus„der feurigsten, uneigennützigsten Liebe: itzt schweige die Eifer-sucht! — Graf!" — Der Graf hört sich rufen, sieht hintersich, und springt voller Erstaunen auf. „Was seh ich!" —„Keinen Traum, fährt die Königinn fort, „sondern die Wahr-heit. Eilen Sie, sich davon zu überzeugen, nnd lassen Sie„uns kostbare Augenblicke nicht mit Zweifeln verlieren. — Sie„erinnern sich doch meiner? Zch bin die, der Sie das Leben„gerettet. Zch höre, daß Sie morgen sterben sollen; und ich„komme, Zhncn meine Schuld abzutragen, Zhncn Leben für„Leben zu geben. Zch habe den Schlüssel des Gefängnisses zu„bekommen gewußt. Fragen Sie mich nicht, wie? Hier ist er;„nehmen Sie; er wird Zhncn die Pforte in den Park cröf-„nen; fliehen Sie, Graf, und erhalten Sie ein Leben, das„mir so theuer ist."
Essex. Theuer? Ihnen, Madame?
Die Königinn. Würde ich sonst so viel gewagt haben, als ich wage?
vssex. Wie sinnreich ist das Schicksal, das mich verfolgt! SSfindet einen Weg, mich durch mein Glück selbst unglücklich zu machen.Ich scheine glücklich, weil die mich zu befreyen kömmt, die meinenTod will: aber ich bin um so viel unglücklicher, weil die meinen Todwill, die meine Freyheit mir anbiethet. —(°)
Die Königinn verstehet hieraus genugsam, daß sie Essexkennet. Er verweigert sich der Gnade, die sie ihm angetragen,gänzlich; aber er bittet, sie mit einer andern zu vertauschen.
Die Königinn, lind mit welcher?
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