Zweyter Band. 4>5>
„ristischcs Stuck seyn soll, in der That aber nichts als eine„unnatürliche, mid wie es die Mahler nennen würden, harte„Schilderung einer Gruppe von für sich bestehenden Lei-denschaften ist, wovon man das Urbild in dem wirklichen„Leben nirgends findet. Dennoch hat diese Komödie immer„ihre Bewunderer gehabt; und besonders muß Randolph von„ihrer Einrichtung sehr bczaubcrt gewesen seyn, weil er sie in„seinem Spiegel der Muse ausdrücklich nachgeahmet zu ha-„bcn scheint.
„Auch hierum, müssen wir anmerken, ist Shakcspcar, so wie„in allen andern noch wesentlichem Schönheiten des Drama,„ein vollkommenes Muster. Wer seine Komödien in dieser„Absicht aufmerksam durchlcscn will, wird finden, daß seine„auch noch so kräftig gezeichneten Charaktere, den„größten Theil ihrer Rollen durch, sich vollkommen wie alle
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0, il i« morv IN»» mnsl r'»>w»In»5.Z» der Geschichte des Humors sind beide Stucke des Iolnn'on also selw wich-tige Dokumente, und das letztere noch mclir als das erstere. Der Humor,den wir den Engländern itzt so vorzüglich zuschreiben, war damals bey ilmcngroßen Theils Affcetalio»; und vornclnnlich diese Affeclation lächerlich zu ma-chen, schilderte Johnson Humor. Die Sache genau zu nehmen, müßte auchnur der affectirtc, und nie der wahre Humor ein Gegenstand der Komödieseyn. Denn mir die Begierde, sich von andern auszuzeichnen, sich durchetwas Eigenthümliches merkbar zu mache», ist eine allgemeine menschlicheSchwachheit, die, nach Beschaffenheit der Mittel, welche sie wählet, sehr lä-cherlich, oder auch sehr strafbar werden kann. Das aber, wodurch die Na-tur selbst, oder eine anhaltende zur Natur gewordene Gewohnheit, eine» ein-zeln Menschen von allen andern auszeichnet, ist viel zu speciell, als das; c-sich mit der allgemeinen philosophischen Absicht des Drama vertragen tonnte.Der überhäufte Humor in vielen Englischen Stücken, dürfte sonach anch wohldas Eigene, aber nicht das Bessere derselben seyn. Gewiß ist es, das, sich i»dem Drama der Alten keine Spur von Humor findet. Die alte» dramatischenDichter wußten das Kunststück, ilwc Personen auch ohne Humor zu indivi-dualisiren: ja die alte» Dichter überhaupt. Wohl aber zeigen die alte» Ge-schichtschreiber und Redner dann und wann Humor; wenn nelmilich die histo-rische Wahrbcit, oder die Aufklärung eines gewisse» Facli, diese genaue Schil-derung >.«H>' -xc-^-ov erfodcrt. Ich l'abc Ercmpcl davon fleißig gesammelt,die icl, auch blos darum in Ordnung bringen zu könne» wünschte, um gele-gentlich einen Fehler wieder gut zu mache», der ziemlich allgemein geworden