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7 (1839)
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Hamburgjsche Tramaturgic.

Solide in den Wissenschaften, einbildete, daß es dem Aristote-les vornehmlich um die Berichtigung der Chronologie bey seinenDidaskalicn zu thun gewesen. (") Wahrhaftig, es wäre aucheine ewige Schande für den Aristoteles, wenn er sich mehr umden poetischen Werth der Stücke, mehr um ihren Einfluß aufdie Sitten, mehr um die Bildung des Geschmacks, darinn be-kümmert hätte, als um die Olympiade, als um das Zahr derOlympiade, als um die Namen der Archontcn, unter welchensie zuerst aufgeführet worden!

Zch war schon Willens, das Blatt selbst Hamburgischc Di-daskalicn zu nennen. Aber der Titel klang mir allzufrcmd, undnnn ist es mir sehr lieb, daß ich ihm diesen vorgezogen habe.Was ich in eine Dramaturgie bringen oder nicht bringen wollte,das stand bey mir: wenigstens hatte mir Lionc Allacci dcefallsnichts vorzuschreiben. Aber wie eine Didaskalic aussehen müsse,glauben die Gelehrten zu wissen, wenn es auch nur aus dennoch vorhandenen Didaskalicn des Tcrcnz wäre, die eben dieserEasaubonus lirc-vltor 65 vloF-mter loriptas ncnnt. Zch hatte we-der Lust, meine Didaskalic» so kurz, noch so elegant zu schrei-ben: und unsere itzlcbcndc Casauboni würden die Köpfe trefflichgeschüttelt haben, wenn sie gefunden hätten, wie selten ich ir-gend eines chronologischen Umstandes gedenke, der künftig ein-mal, wenn Millionen anderer Bücher verloren gegangen wären,auf irgend ein historisches Factum einiges Licht werfen könnte.In welchem Zahrc Ludcwigs des Vierzehnten, oder Ludewigsdes Fuufzchnten, ob zu Paris, oder zu Versailles , ob in Gegen-wart der Prinzen vom Gcblütc, oder nicht der Prinzen vomGeblütc, dieses oder jenes französische Meisterstück zuerst aufge-führet worden: das würden sie bey mir gesucht, und zu ihremgroßen Erstaunen nicht gefunden haben.

(°) (/Vnim.'ulv, i» ^V»»>»»zuin I.idr, VI. c»l>> 7.) ^l6a<7xa>-i« »ccipl-l»r >,r» eo scriplo, quo explicslur nlii, qu»i»Io, <i>ioino>Io qu» «venlils-UniUl siivrU sei». Luanlum crilici Iinc «liligenlii» veiere» eliro-

»uloxos »HuvoriM, -vfliiiüUmiit Mi, <iui iioruM q»,im inNrm» 6' >e-Iisdueriiil, qui »>I invuinlüm ku^scis lemporis ralwnem >>rimi!>»im»m npinNor»,». «xo »0» >IuIiU», vo pvliMmum specl-ls^ ^rwolelem,c»»> ^i<5a<7xaXt«>; siig» cvmpouvret