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8 (1839)
Entstehung
Seite
94
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Antiquarischer Briefe dreißigster.

brauchet, dem Steine cinrcibcn: aron!» Iioe tit, <k sorrc, vülowr sivii.Wie aber dieses ohne Maschine zu bewerkstelligen gewesen, istnicht abzusehen. Folglich muß man eine Maschine, ein Radüberall voraussetzen, wo von der Wirkung einer feinern Sand-art auf Edelsteine die Rede ist, und diese Wirkung nicht dasblosse Poliren seyn soll.

Nun lesen sie die Stelle des Plinius : (°) 8iZn!s v mai-morvpolivliclls, Aemr»!s^u<z vtiam sealp en «tis styuo !imkin<t!k>, Naxiuinlliu plseuit ante sli.i: ita vncantur eotes in t!v^ro inj'ulil Aonitsz.Vieero pottea ex ^rmonia vectN.

Naxium hieß also das Pulver, welches die alten Stein-schneider Anfangs anstatt unsers Smirgcls brauchten; und wardaus Cyprischem Schleifsteine gemacht. Zn der Folge zog mandas vor, welches aus Armenischem Schleifsteine verfertiget wurde.

Salmasius macht über diese Stelle einen trefflichen Wirr-warr. Weil Plinius an einem andern Orte, wo er dieverschiedncn Arten der Diamante crzchlet, auch eines EyprischcnDiamants gedenket: so soll jener Eyprische Diamant, und die-ser Eyprische Schleifstein, aus welchem das Naxium gemachtwurde, nur eins seyn. Er meinet, Plinius habe irgendwo den(Zyprischen Schleifstein, wcgcr seiner Härte aclsmas genannt ge-funden, so wie selbst das Eisen aus eben der Ursache diesen Na-men führe. Dadurch sey Plinius verleitet worden, dort unterdie wirklichen Diamante zu rechnen, was er hier einen blossenSchleifstein nenne. Hose reim vsrie, setzt er hinzu, yma,ox vsriis suetoribus kumptg. ^uetori i^itur vol ^'«cllcium vvl »tinmclvsuit eomponvncki j'imilia intvr to, «zuoe g^,nll «livort'os nuetoro«irivonorat, ao cliMmilia socoriiencli. Kurz; Salmasius Will vonkeinem Eyprischen Diamante wissen; sein Solinus muß es das-mal besser verstanden haben, als PlüiiuS; was Plinius ,I<- insulaOypio meinet, das soll tl<z serv ev^no zu meinen seyn; (-j-)der Diamant, von dem Plinius sagt, daß er in Cypern gefun-den werde, muß der Diamant heissen, den man in Kupfermi-

(°) l.id. XXXVI. lo<-I. 10.

(°°) Li». XXXVIl. sLül l3>

(°°°) .-^ll «olinum l>. tlvt> Ltlil. ?«ris.

(f) MS. t«S4.