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2 (1864)
Entstehung
Seite
288
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288 XI, Dramen. 1599-1637.

Augsburg erbauet, die Weiber Amazones u. a. dieselbe bekriegt, wie der h. Lu-cius, König in Engclland, die Stadt zum christlichen Glauben bekehret.

1599. Mart. Kaufmann: Vom König Apolum.

1600. Vom Hcrtzog Herbin und Ritter Leo.

1600. Abrah. Schädlin: Eine geistliche Action über Psalm 33.

1601. Von S. Maria Magdalena Bekehrung.

1603. Das Leben des h. Gualfardi.

1604. Mart. Kaufmann: Von des Königs Helmaß Tochter Mclesina.

1605. Abrah. Schädlin: Von dem heiligen Märtyrer Grcgorius ausGroß-Armcnia.

1605. Sam. Rcuschlcin, Unterkcuflcr und Burger: Comödie von Ruth,auf S. Gallitag, und im August und Sept. viermal wiederholt.

Seine Eingabe hebt ausdrucklich hervor, er habe für die deutschen Schul-Halter, welche damals eine förmliche Gerechtigkeit zur Aufführung von Comvdicnbesäße», in seiner Jugend 15 Comödien und Tragödien gedichtet.

1605. Joh. Krauß, Weber: Comödie von S. Barbara. Im November.

1606. Hans Weidn er, Weber und Meistersänger: Die sieben weisenMeister, dreimal gespielt. Im Mai dreimal wiederholt, damit er den Hauszinsbezahle» konnte.

1608. Abrah. Schädlin: Von des h. Bennonis, etwa Bischofs in Mei-ßen , Leben. Im März.

1608. Joh. Krauß: Von der Negierung Paroli AsZni. Vom Ratheabgewiesen.

1609. Mart. Kaufmann: eine Comödie.

1609. Tob. Frey und Jörg Beckh: Von der Empfängniß, Geburt, Le-ben und Ableibung Johannes des Täufers. Abgewiesen.1611. Mart. Kaufmann: eine Comödie.

1613. Peter Gileh aus Paris , französischer Comödiant, darf während derKirchweih 2 Tage spielen.

1613. Hans Prosam, Burger zu Aichstat: ein Schauspiel und Tänzewährend der Kirchweih.

1614. Abrah. Niggel (seit 1596 deutscher Schulmeister, -j- 1657): DieTheurung, woher sie komme und wie man sich darin verhalten solle. Im Okt.4 Tage.

1614. Die Mcistersängerzunft bittet einen Artikel in ihre Ordnung aufzu-nehmen, daß kein Meistcrsänger für sich eine Comödie aufführen dürfe, mit Aus-nahme der Schulhaltcr, doch soll dieser dann keine Meistersänger dazu nehmen.Am 29. Nov. vom Rathe bewilligt.

1619. Die Meistcrsänger spielen zu Weihnachten eine geistliche Comödie,um den Stadelzins und andere Unkosten zu decken.1629 im März eine desgleichen.

1631. Hans Schaumann ^'uo.: Comödie von Gottfried von Bouillon .Nicht erlaubt.

1637. Derselbe: eine Comödie 4 oder 5 Mal zur Kirchweih, auf Boden-ehrs Fcchtbodcn.

Von den zahllosen Reihen der Jesuiten -Schulcomöbicn (?erioekse), vondenen Gödckc vier kennt, vielleicht weil in Berlin und Wolfenbüttcl keine wei-teren vorhanden, ein Register anzufertigen, unterließ ich deshalb, weil es erstensan Raum dazu gefehlt haben würde, und dann weil ich mir dieselben zum Ge-genstand einer besondern Arbeit gewählt habe. Es sind immer Programme: