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nbcMstt es anderen mit größeren Kenntnissen, die Details c>er jvrage zuerörtern nnd schließt mit Empfehlung seiner Resolution.
Sir W. H. HouldSworth (Abgeordneter für Manchester ) hältes für nützlich, dem Hanse klar darzulegen, was mit der Resolution ge-meint sei. (Hört!) Es bestünde» Zweifel, ob die Resolutionbim et all istisch sei oder nicht! Das Amendement des ehrenwertenMitglieds für Cnrdiff (Mr. Maclecm) lasse vermuten, daß er sie nichtsür bimetallistisch halte, da er, ein Vertreter des Monometallismus, geneigtscheine, dieselbe mit einer beantragten Verbesserung anzunehmen. Wasihn selbst (Redner) betreffe, so erachte er, daß alle Grundsätze, für die dieBimetallisten seit Iahren kämpften, in der Resolution enthalten seien:die Veränderlichkeit des relativen Werts von Gold und Silber sei denInteressen des Landes schädlich; diese Unbeständigkeit sei ans dem Vorgehender lateinischen Union im Jahre 1873 erwachsen; es sei für England ratfani, das möglichste zu thun, um ein festes Verhältnis der beiden Me-talle im gemüuzteu Zustande herzustellen; der einzige Weg, dazu zu ge-langen, sei ein internationales Abkommen. Der Führer der Oppositionhabe voriges Jahr eine ähnlich gefaßte Resolution ans dem Grnnde gut-geheißen, weil sie bimetallistisch sei ohne ausgesprochenen Bi-metall ismns. (Heiterkeit!) Man habe das Wort in der jetzigen Re-solution vermieden, weil es viele gäbe, die die Sache billigten, denenaber der Ausdruck widerwärtig sei (Heiterkeit). Einige ehrenwerteGlieder des Hauses meinten wohl, es bestehe ein Unterschied zwischen derfrüheren nnd der jetzigen Form der Resolution, aber es sei doch dieselbeResolution, nur mit nudcru Worten (Heiterkeit), er könne keinen Unter-schied iu dem Inhalt wahrnehmen. Mau wisse, das^ das ehren-werte Mitglied sür Cardisf ein Mann von festen Ansichten sei, die ernicht leicht ausgebe: vor einigen Iahreu nun habe derselbe iu derLooist^ ot' arts ein geschickt verfaßtes Schriftstück zur Verteidigung desbiuietalliftischen Systems verlesen. (Mr. Maelean: Bitte, zu welcher Zeit?)Es geschah dies im Jahre 1882. In diesem Schriftstück sagt er, manmüsse zugeben, daß die Versuche der westlichen Nationen, die aus-schließliche Goldwährung ausrecht zu erhalten, eine unheilvolle Wirkungauf den Handel gehabt hätten. Trotz der Schwierigkeiten, die dieBoreingenommenheit des Publikums, die Gegnerschaft der Presse und diekomplizierte Natur der Sache bereiteten, zähle heute die bimetallistischeLiga mehr als 7000 Mitglieder in allen Ständen, von den Taglöhnernhinauf, darunter 60 Bamniiers; sie habe einen Garantiefonds von 60 000aufgebracht. Um sie zu bekämpfen, habe man die Golddefenee-Associationgebildet. Sie habe einen Präsidenten uud 50 Vizepräsidenten; es seien diesaber Offiziere ohne Soldaten. Im Jahr 1890 bekämpfte der Führer derOpposition die Bimetallisteu mit der Behauptung, daß der Handel auflebennd der Preisfall aufgehört habe. Seither haben wir vier Jahre derDepression für Handel nnd Ackerbau gehabt. Bor uns liegen zwei großeGefahren, wenn die Währuugsfrage ungelöst bleibt. Die erste ist, daßdie fremden Länder ihre uns prohibierenden Zolltarife noch weiter er-höhen; die Lage auf dem Kontinent ist so, daß die Regierungen etwasanfangen müssen, um die Depression in Handel nnd Ackerbau, welche dortwie bei nns herrscht, zu erleichtern. Wer die Verhandlungen fremderVolksvertretungen verfolgt, der muß erkennen, daß die herrschenden Ansichtensich einem erhöhten Schutzzoll und dem internationalen Bimetallismns