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Die Währungs-Debatte im englischen Unterhaus vom 17. März 1896
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Rührend der letzten sieben ^ahre sind in Vaueashire 7n Fabriken vonAttiengesellschasten errichtet worden, wovon 40 überflüssig waren. Eswnroen Unmassen von Garn eins den Bcarit gebracht, die den Preis tiefherabdrückten. Ein teilweiser versuch mit dein Bimetallismus wurde 18!>Zin Ealeutta gemacht. Man setzte den Wert der Rnvie mit 1 sb, 4 ck. fest:aber der 5atz brach nach zehn Tagen mit traurigen Galgen sür denHandel des Jahres zusammen. Würde man ein sestes Verhältnis z>viscl>en(^'old und Silber in England einsühren, so iväre die Folge, das? in zweibis drei Jahren unsere amerikanischen vettern unser ganzes Gold hättenund uns das Silber allein bliebe. (Beisall!)

Mr. Hlirwood erklärt, dast er zivar ein l^'eguer des Bimetaliismus, aber doch überzeugt sei, dast die dasür eintretenden Mitglieder ausVaueashire es ohne selbstsüchtige l^edaukeu thuu. iHort!) Er wolle nurbestätigen, das; die Vöhue daselbst höher seien, als je vorher. Als Arbeit-geber müsse er der Anschauung entgegentreten, als ob das vorgehen derTrade Unious dem Handel geschadet habe. Dieselbe» hätten viel zu denErfolgen der Industrie beigetragen, nnd die früher häusigeu Uuruheu kämennur mehr selten vor. Die Steigerung der Vvhue habe sich befahlt gemacht::)ceduer ist gegen schlecht bezahlte Arbeit nnd eine Vohnreduttiou wäre derallerlevte Vorschlag, dem er zustimmen würde, um die Vage der Fabrikantenzu bessern. In dem Baumwollgeschäst in Vaneashire stecke viel zn vielVavital. Eines der gröstten Hindernisse aber sür einen Ausschivung derGeschäfte ivürde eine Unsicherheit bezüglich der Währung bilden. Er haltedie alten Prinzipien für gesund, und die neuen Ideen, welche den Bi-metallismus unterstützen, für nngefund nnd thöricht. Es sei keine Hand-lung der Regierung denkbar, die imstande wäre, den Wert des Slberszu stabilisieren-, für den Wert des Metalls seien einzig die Produktions-kosten massgebend. Mau solle die Preisbestimmung dem Weltmarkt über-lassen. Redner ist überzeugt, dast Vaneashire in nicht zn langer Zeit seineAnsichten billigen wird Heiterkeit!).

Mr. Wylic unterstützt die Resolution und spricht die Hoisuuugaus, daß das Vand Helsen werde, eiu Smem zu beseitigen, das schlimmersei, als ein barbarischer Tanschvertchr.

Sir I. Lublwck (Mitglied der londoner Universität): Die bis-herigen Ersahrnngen gewähren leine Hoffnung für einen praktischen Ersolg einerneuerlichen Konferenz. Die Vertreter bei der letzten Brüsseler.Konferenz habenin einem von dem ehrenwerten Mitglied für Manchester (Sir WilliamHonldsworth! untersertigten Bericht ihre Ueberzeuguug dahiu ausgesprochen,dastwenn nicht ein vollständiger Umschwnng in der Münzpolitil vonTeutschland, Oesterreich und Rustlaud eintritt, ein internationales Abkommenznr Festlegung des Wertverhältunses austerhalb des Bereichs einer praktischenPolitik liege." Weiter heistt es:Trotz des Wunsches, zn einem annehmbarenVomprvmist zn gelangen, erwies es sich als unmöglich, die Grundlagen einesAbkommens zn finden--Deutschland nnd Oesterreich geben mir all-gemeine nnd unbestimmte ^usichernngcn." Mr. Tirard, der französischeBevollmächtigte, versicherte, dast Frankreich mit dem dermaligeu Standeseines Münzwescus ganz zufrieden sei. Italien mW Belgien teilten dieAnschannng nnd die Politik Frankreichs . Und znm ^chlust sprach die.Kommission bei ihrer Bertaguug die Hossuung aus,das: sorgfältigesStudium vielleicht zur Auffindung eines billigen Ucbereintommens führeniverde, welches in keiner Weife die (Grundlagen des Münzwesens der vcr-