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scl>iedenen Staaten beeinträchtigen würde," — Bei dieser Sachlage war esnicht zn verivunderu, dast unsere delegierten erklärten, diese Hofsnung iiicl>tzu teilen, iveil bei der in der diskussiou zu Tage getretenen grostcu Per-scl>iede»heit der 'Ansichten an eine Uebcreinstimmnng nicht zn denken sei. —
Man hört immer, das Silber sei der Bennvnng als t^'eld entzogen.Weit entsernt! Allerdings ist dentschland vom Silber zum 0>'old über-gegangen, aber die vermehrte 'Ausmüuzuug van Silber in den BereinigtenStaaten bat den 'Ausfall in Deutschland reichlich ansgeivogen, '.>iach demjüngsten Bericht de? ainerikanischen ?.>iiinzdirektors ist in den lebten zweiIahren sast genau so viel Silber, als i^old ausgemünzt tvordcu, Mr,Probpn schätzt in einen« interessanten 'Aussatz, im .Statistical Journal"das »mlausende Silbergeld aus 3 Millionen Unzen gegenüber LOOOOOUnzen Goldmünzen, Hat man irgend einen Grnnd zn glauben, dast vonbeiden Metallen zusammen der Borrat nicht ausreiche? Nach den Angabendes amerikanischen Müuzdircktors belies sich das Geld in der ganzen Welt,das 1860: 3400 Millionen 8 betrug, im Jahre 1893 ans nicht wenigerals i^OLI Millionen 8, ^ehlt es etwa irgendwie an Gold? diePorräte in den englischen, französischen und deutscheu Bauten und in denenvon A'ew-^jork betrugen nicht weniger als 186 Millionen wasin >0 fahren eine Zunahme um 65 Millionen ^ bedeutet, Die(^oldgeiviunnng des legten Lahres mit 40 Millionen ^ ist die gröstreje bekannte und beträgt mel>r als vor L5 Jahren die (Gewinnung vonC>'old und Silber zusammen, (Ls ist doch komisch, von einer (Geldknappheitzu reden, wo doch jeder Ooeschästsmann weist, dast es so reichlich vorhandenist, dast der Bankier es mit ' ausleiht,
Weiter sragt sich, ob etwa der Bimetallismus praktisch durchsührbarist, ob es ein Gesetz giebt, das Schwaukuugeu iin Wert von Owld und Silberverhindern kann? — Diese Metatle dienen ja nicht nur zu Münzzwecken: vonC>'old allein wird snr industrielle Bedürsnisfe für IL Mill, ^ im Jahrbenötigt. In de» Iahren 1870—90 hat die Goldgewiunnng nachgelassen,während jene des Silbers sich von 53 Mill, auf 166 Mill, Unzeu erhöhte:würde irgend ei» (Geschäftsmann unter solchen Umständen der Ansicht sein,dast mn» Silber verhindern könne, im Berhältnis zum Golde im Preisezu sinken? Man hat oft gesagt, dast die Gold- und Silberkommissionder Ansicht war, es werde möglich seiu, eine Relation ausrecht zu halten!In erster ^'inie hat Mr, Birch in einem Separat-Memoraudnm ausdrück-lich seine Ansicht dabin ausgesprochen: „dast es in Anbetracht der Ungewistheit der Miueuausbeute, der Berweuduug der Metalle sür Indnstrie-zweeke, und der Anzahl von Ländern, die austerhalb der Ab-machung blieben, zweifelhaft sei, ob man eine festgesetzte Relation ansrechterhalten könne," Und seine Kollegen sprachen sich dahin ans, „dast esselbst beim ausgedehntesten internationalen Abkommen von .^eit zn Zeitwahrscheinlich dahin kommen werde, dast in einigen Vändern ein Agio ans(>wld oder Silber-Münzen zum Vorschein komme und dast dies ein argerUebelstand wäre,"
Was sodauu die Anschaunng der besitzenden blasse, der Kapi-talisten ist, darüber erteilt das Anlehen der Bereinigten Staaten vomJahre 1895 eine überzeugende Belehrnng, Die Regiernng der BereinigtenStaaten wollte die Rückzahlung in der Vandeswähruug sich vorbehaltenund ninstle deshalb statt 3"» eine Berzinsuug vou .'^ 4°/» bewilligen,ivorans ihr ein Berlust von 13',. Millionen Psuud erwuchs, Bor U>