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Die Währungs-Debatte im englischen Unterhaus vom 17. März 1896
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» u d Stabilität sein solle». Aber wenn eine andere Macht hervortrittund erklärt, sie habe sich für diese Parität und Stabilität entschieden, dannsollen wir vorbereitet sein, ihr ;n antworten-Ohne Zweifel ist ener Vor-schlag snr euch ausgezeichnet, aber wir nehmen ihn nicht an,"

Die gegenwärtige Regierung hat eben einen grossen Erfolg beiErreichung eines geineinsamen Beschlusses des europäischen Konzertsgehabt Heiterkeit!), aber weuu sie das europäische Konzert über die^rage eines stetigen Wertverhältnisses der Metalle befragen wird n»dwenn sie dabei erklärt, daß sie wünsche, das; die übrigen Mächte denBimetallismns annehmen, den England selbst zurückweist, dcmuist es doch zweifelhaft, ob sie mit all ihrer diplomatischen (^eschicklichteiteinen praktischen Erfolg erzielen wird. Wie kann mau eiu bestimmtesVorgehen andern dadurch empfelsten wollen, daß man sagt-obwohl dasfür euresgleichen ganz gut gehen mag, ich selbst will nichts damit zuthnu haben!" (Hört! hört!) lind doch ist dies der Vorgang, den dasehrenwerte Mitglied sür Manchester empfiehlt. Kann mau da die Reso-lution nicht sehr wohl die Euthanasia >das selige Ende) des Bimetallis-mns nennen? (Hört! hört!) Ich meine, er ist jetzt zum letztenmal ansder ^zene erschienen. Wir werden ja sehen, was die Meinung der übrigen Welt über einen Plan ist, de» man andern empfiehlt, für sich aberablehnt. ^,ch glaube kaum, das; die Herren auf diese Weise ihren >Zwetterreichen werde».

Was die N'ründe für und »»der betrifft, fo hat der Schatz-kanzler alles, was ich fagen wollte, schon in viel besserer Weise vorge-bracht- eine Wiederholinig will ich vermeide». Rur ei» Punkt bleibtübrig, bezüglich dessen ich vielfach angegriffen wurde, und über denich mir einige Bemerkungen erlaube» möchte. Es ist der Rückgangder Preise. Es ist sehr bemerkenswert, daß man, wenn man irgendeine Industrie ins Ange faßt, findet, das; die Beteiligten entwederdurch Ersparnng an Arbeit, oder durch ueue Erfindungen, oder irgendeinen anderen Vorgang bestrebt sind, die Erzcugnngskosten herabzndrücken.Die gesamte Industrie sieht mau iu verschiedener Weise bestrebt, ihre Warenbilliger zu erzeugen. Wenn es nnn gelungen ist, die Preise niedriger zustellen, so nennen Sie dies ein so furchtbares Unglück, das; man ihm aufkünstlichem Wege entgegen arbeiten mus;. (Hört! Hört!> Dies scheint mireine merkwürdige Iukouscgueuz. Mau nimmt ohne weiteres an, das; dasfallen der Preise ein grosies Unglück sei, und doch kauu das Steigen derPreise ein Oilück oder ein Unglück sein. Ist es die <volge vermehrterRachsrage, dauu ist es vorteilhaft. Wenn aber nicht eine erhöhte Rachfrage dai-st, wenn nicht mehr Kapital ausgewaudt und keine größere Arbeit nötig wird,sondern die Preise nnr durch eiueu künstlichen Vorgang, wie den Birnetallismns, erhöht werden sollen, dann bringt dies durchaus keinen Vorteil.^Hört! Hört!)

Rur noch in Mrze will ich einen oder zwei Punkte, die zu dieserStreitsrage gehören, berühre». In dem Kopfe der Bimetallistcn herrschtdie fixe Idee, als ob das, was sie den Znsammenbruch der lateinischenUnion nennen ldie Einstellung der Silberfreiprägung) das Ergebnis desdentsch-sranzösischen Kriegs gewesen sei, n»d das; das Vorgehe» Deutschlands Frankreich gezwungen habe, den Bimetallismns aufzugeben. Selbst eiu sovollendeter Forscher, wie der erste ?oro des Schatzes, scheint unter diesem Ein-druck zu stehen. Ich fragte ihn, wenn die Doppelwährung so gut war,