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Der ^cliaytan^ler hat uns die Wunsche Thalsache in Erinnerung ge-bracht, daß gegenwärtig innerhalb des britischen Reichs drei Mnn^svstemebestehen, DasBolt leidet unter Aendernngen, die uns drei Verschiedeue» Quellenuud aus drei verschiedenen Weltgegeudeu hervorgegangen sein können, Hierhaben nur <'»wldivährnng,dagegen Silberivähriing in den ZtraitS-Settlements :bei Ordnung der Verbindlichkeiten muß man nach deren Wortlaut bald (^oldbald Silber benichen, In Indien ist ein drittes Mast geltend. Dort herrschtnicht Bedars nach C>'old oder nach Silber, sondern nach deiu gau^ anonwleni>iegenstand, deu der sehr ehrenwerte Herr von der Gegenseite ersnndenuud den 200 Millionen Bewohnern Indiens anserlegt hat und der etwasanderes ist als Gold nnd Silber, ^Iiesrs!) Nichts kann mich nber',engen,daß es unserer Zivilisation uud dem gesunden Menscheuverstaud augeinesie»ist, dast der Verkehr noch längere Zeit ein so unbrauchbares, so grausames(oi'nelj uud so absurdes System ertrage itülissi-s!).
Ich eile von diesen allgemeinen Betrachtungen >m der doch uochwichtigeren Frage, welche Politik dieses ^'and künftig zn befolgen hat, —Wir sollen diese Resolution wohl einstimmig annehmen Mein!)', »umsagte nur so! Was soll dann damit geschehen lt^I^si-L!)? Der sehr ehren-werte Herr (Sir W, Hareonrti hat nach seinen schwachen >!riisten das Seinegethan, dast sie zn nichts weiter sührt. Meine Meinung ist, dast recht vieldamit erreicht werden wird, nnd ich betrachte diese Resolution uud diegegeuwiirtige Debatte als eine Einladung dieses Landes an dieandern beteiligten Staaten, ans einer vernnnstigen Grundlage ei»gemeiusamcs Zahlnngsnüttelsvstem 'm errichten. Um dies zu vereiteln,hat der sehr ehrenwerte Herr das Schlagwort ausgegeben, daß mit dieserResolution nach seiner Meinung Großbritannien nichts ',nr Förderung deöBimetallismns thue, Er verweilte dabei, daß das Vereinigte Königreichseine bisherige Währung beibehalten soll, nnd wars die Frage auf,wie mau vonander» Völker» eine Aendernng verlangen könne, die mau selbst nicht eiu-
fiihruug der internationalen Doppelwährung nicht machen kann. Noch imNovember 1»Sv verkündeten die binietallisrischcu Blätter auf Grund einesBriefes Balfours, „er werde sich mehr uud mehr als der zielbewußte underfolgreiche Bahnbrecher der vimctallistischeu Wäbrnugsreform erweisen,"Und nnn, da es zu handeln gilt, hat er nichts als Worte, Der in ihnen zurSchein getragene Idealismus besteht darin, daß ans allgemein mcuschlicherBruderliebe Deutschland und die anderen Nationen dazu beitrage» sollen, dieenglisch-indischen Schwierigkeiten ans der Welt zu schaffen; für England da-gegen hat Balfour nur die allgemeine Hoffnung, dast die Zeit nicht ausbleibenwird, wo anch der englischen HemdclSwclt eine Ahuuug von der Herrlichkeitder Doppelwährung aufdämmern wird, Balfour predigt hier, wie in derFabel der Fuchs den Gäuscu, —
In Bezng auf eine Neuordnung der Währung liegt in Wahrheit nichteine Solidarität der Interessen, sondern ein unvereinbarer Widerspruch zwischenden sonderinteressen der Gläubiger- und der Schulducrstaateu, der Silberproduzierenden Länder uud ihrer Abnehmer vor «s- vbeu S, v und Ii,.Das drückt Balfour selbst durch sein Verhalten gegen Indien ans: hier mitdem gnten Beispiel der Bruderliebe voranzugehen, dazn liegen für das Mutter-land zwingende Gründe vor, zwischen ihm nnd dem Kronland Indien bestehtin der Thcit eine politische und wirtschaftliche Interessen-Solidarität, AberBalfour selbst erklärt: England hat auch für sich nnd nicht bloß für Indienzn sorgen, und zwar zuerst sür sich, denn das Hemd ist näher als der Nock,