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Die Reichsbank vvn jggl bis zum Ausbruch des Weltkrieges
Portefeuilles zum gesamten Wechselbestande stellte sich 1911 im Durchschnitt auf15"/°, während es im Jahre 1896 noch nicht ganz V-°/° betrug und in denJahren 1901—1907 zwischen 2,7 und 4,4°/° geschwankt hatte, siehe Tabelle 38.Die starke Vermehrung der Devisenbestände bis zum Jahre 1911 bot imfolgenden Jahre die Möglichkeit, die Wirkungen einer vorübergehend ungünstigenWendung der Zahlungsbilanz erfolgreich auszugleichen und einen Goldeinfuhr-überschuß von 166,7 Millionen Mark zu erzielen. Noch günstigere Ergebnissebrachte das Jahr 1913, in welchem dieser Überschuß sich auf 311,1 MillionenMark erhöhte. Bei Beginn des zweiten Halbjahres 1914 besaß die Reichs-bank an Auslandswechseln den hohen Bestand von 128,3 Millionen Mark nebenValutaforderungen an die ausländischen Korrespondenten in Höhe von 78,2 Mil-lionen Mark. Trotz des überraschenden Kriegsausbruches gelang es, dasAuslandswechselportefeuille zum Teil auf dem Wege über die neutralen Länderohne nennenswerte Verluste zu realisieren. Die erheblichen Forderungen an diein Feindesland ansässigen Korrespondenten verfielen dagegen der feindlichenSperre.