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Die Reichsbank : 1901-1925
Entstehung
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Die Neichsbcin! im Weltkriege

Stücken zu 50 Pfennig bis 5 Mark, ausnahmsweise zu 10 Mark und 20 Markund vereinzelt auch zu 5, 10 und 20 Pfennig. Anfang 1915 war das Notgeldgrößtenteils bereits wieder aus dem Verkehr zurückgezogen.

Im Laufe der ersten Septemberwoche begann die Reichsdruckerei mit derLieferung der Darlehnskassenscheine zu 1 Mark und 2 Mark, die zunächst zurAusstattung der vorbezeichneten Plätze verwendet wurden, um das Ver-schwinden desNotgeldes " zu ermöglichen. Mit Hilfe dieser Scheine gelang es,allmählich den Bedarf des Verkehrs nach kleinen Zahlungsmitteln zu befriedigen.

Die Gesamtsumme der vom 24. Juli bis zum 31. Oktober 1914 durch dieReichsbank in den Verkehr geleiteten kleinen Zahlungsmittel (Scheidemünzen,Reichs- und Darlehnskassenscheine) belief sich (einschließlich des Bedarfs derHeeresverwaltung) auf 683 Millionen Mark.

Der Diskontsatz wurde am 31. Juli 1914 von 4 auf 5"/» und am Der Diskontsatz1. August 1914 auf 6°/° erhöht, aber bereits am 23. Dezember konnte er dankder sich im ersten Kriegsjahr einstellenden und in den folgenden Jahren noch ver-stärkenden großen Geldflüssigkeit von 6 auf 5°/° ermäßigt und auf diesem Standewährend des ganzen Krieges gehalten werden.

II. Die weitere Kriegszeit

Mit den Aufwendungen für die Mobilmachung, die Löhnung und Unter- Die WirtschaftslageHaltung der Truppen waren die Kosten der Kriegführung nicht erschöpft. Eskam dazu der ganz außerordentlich große und vielseitige Bedarf des Heeres anVorräten, Waffen und Bedarfsgegenständen aller Art. Je länger der Kriegdauerte, .und je weiter er sich ausdehnte, desto mehr wuchs der Materialbedarf,dessen Anschaffungskosten ebenfalls zunächst im Wege des Reichsbankkreditesgedeckt werden mußten. Diese Entwicklung hatte jedoch noch eine weitere für

I. Teil