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Bewunderung, die er Adam Smith zollt. Oder kennt er nicht Stellenbei A. Smith wie die folgenden: „Alles für uns und Nichts für an-
dere Leute scheint in jedem Zeitalter der niederträchtige Grundsatzder Beherrscher der Menschheit gewesen zu sein“ (Wealth of KationsIII, 4); oder: „Es giebt keine Kunst, die eine Regierung rascher
von der anderen erlernt als die, den Taschen des Volks Geld zuentziehen“; oder: „Es ist die grösste Anmaassung und Impertinenzvon Königen und Ministern, wenn sie vorgeben über die Oekonomieder Privaten zu wachen.. . sie selbst sind immer und ohne irgendwelche Ausnahme die grössten Verschwender in der Gesellschaft“(ib. II. 3); oder: „Die angebliche Besorgniss des Gesetzgebers, es mögeirgend eine ungeeignete Person beschäftigt werden, ist augenscheinlicheben so impertinent als bedrückend“; oder: „wenn immer die Gesetz-gebung versucht, Zwistigkeiten zwischen Arbeitergebern und Arbeiternzu regeln, sind die Arbeitgeber stets ihre Rathgeber“ (ib. I. 10)? Oderhandelt es sich etwa da nicht um Verhältnisse, in welche die Regie-rungen „aus den allergegebensten Verhältnissen hineingewachsen“waren, und hat also auch A. Smith die Menschen unmenschlichbeurtheilt?
Ausser auf die betreffenden Stellen meines Buches, wo ich diebestimmten Verhältnisse schildere, welche den Gebrauch der vonPlerrn B. denuncirten Ausdrücke rechtfertigen, verweise ich den Leseraber noch auf die Stelle meines Werkes (II. S. 335), ■ wo ich ex offi-cio über die Arbeitgeber spreche. Wer mich danach noch für gegendie Arbeitgeberklasse voreingenommen hält, weil ich concrete schänd-liche Verhältnisse gebührend brandmarkte, der muss eben von derKlassenbefangenheit des Herrn B. sein, die sich auf S. 255 äussertin einem charakteristischen Plaidoyer um milde Beurtheilung des har-ten Sinnes englischer Fabrikanten gegen ihre Arbeiter wegen der„langen Reihe furchtbarer Ausschreitungen, welche auf Rechnung derenglischen Arbeiterwelt kommen“. Sonst wissen selbst Anhängerder alten Schule, wie Gaskell, die aber allerdings mitten in denFabrikdistrikten lebten, von einem andern Causalzusammenhang zuerzählen!
Nicht besser als mit den Belegen für meine Voreingenommen-heit gegen die Arbeitgeber, steht es mit Herrn Bambergers Nach-weis meiner „Verliebtheit“ in die Arbeiter. Einmal soll ich michvorzugsweise von ihnen über die von mir behandelten Fragen habenmündlich belehren lassen, wie vielfach aus meinen Citaten zu ent-