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auch an der Einsicht, sich neue, reichen Gewinn bringende Bahnenzu eröffnen. Seine Richtung war deshalb auch eine rein handwerks-mäßige, bei welcher der Vorteil im kleinen der einzig leitende Gesichts-punkt war. Wenn er trotzdem mit der Zeit wohlhabend wurde, sodankte er seine Erfolge der Vorsicht und der Beschränkung seiner Thätig-keit auf das, was ihm seine priesterlichen Berater als praktisch unddeshalb besonders empfehlenswert bezeichneten. Damals kam das Volkals Käufer lateinischer Bücher so gut wie gar ilicht in Betracht; in dergelehrten Welt von Mainz und Paris aber überwog die scholastisch-theologische Richtung, welche Schöfser geschickt für sich ausnützte. Unterseine Verlagsartikel verirrte sich nur ein alter Klassiker, der obenerwähnte„Livero äs Oköoiis", und auch diesen druckte er lieber nach, als daßer es sich Geld für die Durchsicht, Kritik und Korrektur der alten Textehätte kosten lassen.
Im schroffen Gegensatz zu dieser Knauserei und Gewöhnlichkeit- derGesinnung steht nun seine Selbstgefälligkeit und Ruhmredigkeit. Er hieltsich zwei Korrektoren, Meister Franz und den oben bereits genanntenJohann Brunnen, welche beide das sich und ihrem Herrn so reichlichgespendete Lob weder durch fehlerfreie Drucke noch durch tadellose Distichenrechtfertigten. Sie hatten eben bei jeder Gelegenheit Schöffer und seineDruckerei zu verherrlichen, Gutenberg als Erfinder der Kunst erst inden Hintergrund zu drängen, dann ganz zu Tode zu schweigen, undschließlich Fust und Schöffer als deren eigentliche Urheber auf.den Schildzu heben. So sind denn persönliche Lobpreisungen mit halbverständlichenAndeutungen, sachliche Bemerkungen mit gleichgültigen Bücheranzeigengeschickt vermischt, wodurch zuletzt der Eindruck erzeugt wird, daß Fustder eigentliche Erfinder der Kunst und Schöffer ihr Verbesserer gewesensei. Die Entstellungen, welche Peter Schösfer's armseliger litterarischerDiener verbreiten mußte, wurden von seinen? Nachfolger und SohnJohann Schöffer planmäßig und erfolgreich s--tgesetzt. Wenn der Vaterwider besseres Wissen nur Johann Fust als den „ersten Erfinder undUrheber der Buchdruckerkunst" bezeichnet hatte, so gesellte der Sohn mitdreister Stirn seinen Vater Peter als verdienten und ebenbürtigen Ge-hilfen dem angeblichen Erfinder Johann Fust zu, während er Guten-berg mit keiner Silbe erwähnte. Und doch hieß es noch 1505 in derWidmung an Kaiser Maximilian , welche Johann Schöffer selbst der