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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
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Kapitels

Basel: Johann Amerbach . Seine Familie.

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hatte, 1487 in das dortige Kartäuserkloster im St. Margaretenthaleingetreten war und hier 1496 starb. Er trat Amerbach in derselbenWeise helfend zur Seite, wie später in noch hoherm Grade Erasmnsseinem Freunde Frobcn. Pellikan nennt Amerbach einen sehr gelehrtenund bewunderungswürdig fleißigen Mann, welcher ebenso große Kosten,als persönliche Mühe- und Arbeit auf die Herstellung feiner Druckeverwandte. Es halfen ihm dabei zwei oder drei Textesrevisoren, erselbst aber verabsäumte nichts, was seinen Ausgaben nützen konnte. Eropferte lieber die ganze Arbeit eines Tages und Geld dazu, als daßer eine falsche Lesart auf einem kaum gedruckten Bogen stehen ge-lassen hätte.

In besonders lebhaftem Verkehr, stand Amerbach mit Straßburg .Wie er Adolf Rusch daselbst für die von diesem im Auftrage AntonKobergers gedruckteLiblig. I^gting. ourn ZloLsg, oräingrig, Vsg,Ig,tri6iKtradonig" die Typen geliehen hatte, so lieferte Rusch ihm dagegen großeQuantitäten Druckpapier, gab ihm wiederholt den Druck verschiedenerWerke in Auftrag, arbeitete auch selbst für ihn, erhielt vou ihm Bücherzum Verkauf, besorgte ihm Manuskripte und pflegte überhaupt rege undzugleich freundschaftliche Beziehungen zu ihm. Auf Grund der Typensind Amerbach noch neun Bibelausgaben zuzuschreiben, welche er in denJahren 1479 bis 1489 vollendet hat. Der letzte mit seinem Namenversehene Druck ist dasvscrstuin (Frg.tig.iii" von 1512. Die vonihm vorbereitete Herausgabe der Werke des heiligen Hieronhmus unter-brach sein Tod (1514); sie wurde von seinem Schüler Johann Froben1516 im Druck vollendet. Es sind im ganzen 42 große Folianten mitAmerbachs Namen und 28 ohne denselben, aber nachweisbar von ihmgedruckte erhalten, welche ein rühmliches Zeugnis für die fruchtbareThätigkeit dieses bedeutenden, im Geschäftsverkehr aber nicht ganz ge-wissenhaften Typographen und Verlegers ablegen. Von 1500 an druckteAmerbach meistens gemeinschaftlich mit Johann Petri von Langendorf,dem Stammvater einer hervorragenden Druckerfamilie, und mit seinemnachmals so berühmt gewordenen Schüler, Johann Froben.

Auch Amerbachs drei Söhne waren bedeutende Männer, kommenaber, da sie das Geschäft eingehen ließen, für die Geschichte des Buch-handels nicht in Betracht. Der älteste, Bruno (1485 bis 1519), Kbteden Wissenschaften, ohne je in die Öffentlichkeit zu treten, und half nur