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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
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Basel: Unbedeutendere Drucker. Nikolaus Keßler .

^Zweites

gelegentlich als Gelehrter in der Offizin seines VaterS; der zweite, Ba-silius (1488 bis 1535), hatte sich den Magistergrad erworben und setzteeinige Jahre das väterliche Geschäft fort; der dritte endlich, Bonifacius (1495 bis 1562), war ein Freund von Erasmus und Haus Holbeinund Professor der Rechtswissenschaften an der baseler Universität. Auchals Politiker hat er seiner Vaterstadt große Dienste geleistet und sichhohes Ansehen erworben.

Bevor die glänzenden Leistungen der Petri und der Froben gewürdigtwerden, sind zur Vervollständigung der chronologischen Reihenfolge nocheinige andere Namen kurz zu erwähnen. Zunächst Johannes de Be-sickem oder Besicken, aus dem würtembergischen Städtchen Besigheim ,von dem jedoch nur Ein Druck bekannt ist, den er 1483 zu Basel lieferte,nachdem er dort schon 1478 Bürger geworden war. Er siedelte 1492nach Rom über, wo er zuerst mit Sigmund Mayr , dann mit Martinvon Amsterdam gemeinschaftlich druckte. Nikolaus Keßler von Bottwarin Würtemberg wurde 1480 Bürger von Basel , 1496 Meister vomSchlüssel, 1500 Deputierter. Er. war ein bedeutender Drucker, der von1486 bis 1509 nicht weniger als 62 Drucke mit seinem Namen lieferte;von noch sieben andern gehören ihm ebenfalls die Typen an. Vonmehrern Bibliographen" werden einige Werke citiert, welche Keßler inAntwerpen gedruckt haben soll. Diese Angaben wurden gewöhnlich fürfalsch gehalten; man fand aber den Namen Nikolaus Keßlers um 1488in der Mitgliederliste der Brüderschaft der St. Lucas-Gilde zu Ant-werpen erwähnt, auch konstatierte der Bibliothekar Abbe Flament ineiner handschriftlichen Note zu einer bezüglichen Stelle des JansenschenWerkes, daß im Jahre 1812 im Haag sich in der That ein EremplarderOxsi-g. Oeisonis" von Nikolaus Keßler 1489 mit der Ortsbezeich-nung Antwerpen befunden habe, von bort aber nach Paris transportiertuud nicht mehr zurückgekehrt sei. Es ist daher sehr wahrscheinlich, daßKeßler einen Teil der Exemplare seiner Publikationen, den er in Ant-werpen verkaufen wollte, mit dem Namen dieser Stadt als Druckort ver-sehen ließ. Johann Meister und Peter Köllicker druckten gemeinschaftlichin den Jahren 1484 und 1485 zwei Werke, außer welchen nichts weitervon ihnen bekannt geworden ist. Jakob von Pforzheim, aus Kempten ge-bürtig, erwarb 1482 das baseler Bürgerrecht und druckte 1488 bis 1518die stattliche Reihe von 49 Werken. Auf ihn folgt Michael Furter von