Kapitels
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1490 bis 1517, der besonders wegen mehrerer mit Holzschnitten aus-gestatteten Werke hervorzuheben ist und auch einige deutsche Bücher ge-druckt hat. Bon Leonhard Mnhut siud zwei deutsche Werke vom Jahre1489 bekannt geworden,
Johann Froben , lim 1460 in Hammclbnrg, einein Städtchen inFranken, geboren, studierte iu Basel , wo er sich zum gelehrten Lateiner,Griechen und Hebräer ausbildete. Er lernte durch seiner LandsleuteJohann und Adam Petri Vermittelung Johann Amerbach kennen, beiwelchem er eine Zeit lang als Korrektor eintrat. Im Jahre 1490 er-warb er das baselcr Bürgerrecht und begann 1491 seine selbständigeWirksamkeit als Drucker und Verleger. In ihm vereinigten sich prak-tischer Siun, guter Geschmack und gelehrte Bildung in wunderbarerHarmonie. Sein erster Verlagsartikel ist eine lateinische Bibel in hand-lichem Oktavformat. Mit äußerst zierlicher und feiner gotischer Schriftgedruckt, war sie darauf berechnet die allgemeinste Verbreitung zu suchenund zu finden. Er war der erste baseler Buchhändler, welcher die Be-deutung Hans Holbeins erkannte und ihn unausgesetzt für die künst-lerische Ausschmückung seiner Bücher beschäftigte. ^ Zugleich sorgte ermit unermüdlichem Eifer für korrekte Ausgaben der Klassiker und Kirchen-väter. Mächtig diente Froben mit dieser seiner Thätigkeit dem geistigenLeben Deutschlands und er war es besonders, der Basel zur Metropoledeutschen Buchdrucks und Buchhandels erhob. Seine, langjährige Freund-schaft mit Erasmus endlich zeitigte Früchte, welche der ganzen damaligengebildeten Welt zugute kamen. So ist Froben einer der größten Buch-händler aller Zeiten.
Er hatte 1500 Gertrud, die Tochter des gelehrten und wohlhabendenbaseler Buchhändlers Wolfgang Lachner (aus Neuburg an der Donau),geheiratet. Fortau arbeiteten beide gemeinschaftlich; Lachner aber war dieSeele des Verlagsgeschäfts. Er wird von Erasmus nicht allein Oku'-oinas ^roveui^nao piinoövs genannt, sondern auch als derjenige be-zeichnet", ans dessen Kosten das Frobensche Geschäft betrieben wurde.Das Verhältnis zwischen Erasmus und Froben wird im sechsten Ka-pitel noch näher beleuchtet werden. Dieser starb im Oktober 1527. Erhat in den 36 Jahren seiner Thätigkeit nie ein deutsches Buch gedrucktund zuerst mit vier, dann mit sechs und schließlich mit sieben Pressen 257meist sehr bedeutende und umfangreiche Werke teils selbständig, teils in