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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
Entstehung
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Kapitel.)

Basel : Kleinere Drucker. Die Familie Petri.

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in die Thätigkeit einer großen F.irma jener Zeit. Die Einzelheitendaraus gehören in das fünfte Kapitel. Des Hieronhmus Fröben Söhne,Ambrosius und Aurelius, setzten darauf bis zum Jahre 1603 gemein-schaftlich das Geschäft fort, während der älteste Sohn des Episcopius,der ebenfalls Nikolaus hieß, schon von 1553 an selbständig als Buch-drucker thätig war und sich 1565 mit seinem jünger» Bruder Eusebius associierte. Im Jahre 1566 raffte aber auch ihn der Tod hinweg, sodaßEusebius bis 1591 das Geschäft allein fortführte. Auch Herwagcuhinterließ einen Sohn, der ebenfalls Johann hieß. Dieser hatte dieväterliche Offizin übernommen, starb aber schon 1564 an der Pest.Seine Witwe heiratete den berühmten Buchdrucker Johann Oporin undstarb gleichfalls nach wenigen Monaten, worauf die Offizin Herwagensvon Eusebius Episcopius angekauft wurde. °°

Neben dem schon erwähnten Johann Petri von Langendorf (1494bis 1517), der seine meisten Verlagsartikel mit Johann Amerbach undJohann Froben gemeinschaftlich oder auch nur mit letzter»! druckte, viel-fach auch gewissenlosen Nachdruck trieb, begann um dieselbe Zeit (1494bis 1499) auch Johann Bergmann von Olpe in Basel seine Thätigkeit,welche besondere Bedeutung durch die erste Ausgabe von SebastianBrants Narrenschiff" vom Jahre 1494 erlangte. Neben NikolausLamparter, von 1505 bis 1519, druckte auch zwischen 1509 und 1522Pamphilus Gengenbach , der Dichter und erste Dramatiker des 16. Jahr-hunderts, in eigener Druckerei. Der bekannteste Typograph der folgen-den Periode ist jedoch Adam Petri von Langendorf, ein Neffe des vor-erwähnten Johann Petri. Er war der unermüdliche Nachdrucker Luthers ,wie Froben der Verleger des Erasmus. Der reißende Abgang seinerNachdrucke Lutherscher Schriften erwarb ihm Reichtum und zugleicheinen bedeutenden Ruf als tüchtiger Drucker; von nah und fern wandtensich rührige Verleger an ihn, um bedeutende Unternehmungen durch seinePressen herstellen zu lassen, sodaß letztere Tag und Nacht nicht still-standen.

Von Adam Petris Nachkommen wurde ebenso berühmt Heinrich Petri (1508 bis 1579), der 1556 von Kaiser Karl V. in Anerkennung seinerVerdienste in den Ritterstand erhoben wurde ^ und sich zum Unterschiedevon den andern Petris fortan Henric-Petri nannte. Er war ebensothätig und unternehmend, wie sein Vater und setzte auch das Geschäft in