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Neibcrdruck. Mctallschniit.
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mangeln, und er macht es wahrscheinlich, daß mit dem ältern Verfahren(Aufdrücken der Form auf das Papier ) auch der Gebrauch „öligerschwarzer Farbe, welche häufig dick, ungleichmäßig, abgerissen und mitunreinen Contouren der Striche aufgetragen ist", zusammenfalle, wogegendie dünnere, flüssigere, ins Braune oder Graue spielende Farbe für dieReiberdrucke charakteristisch sei. In seiner citierten scharfsinnigen Unter-suchung tritt er auch der Ansicht entgegen, daß in der Frühzeit des Bild-drucks die Forin häufig in Metall anstatt in Holz geschnitten wordensei. K. Fr. von Rumohr, welcher in vieler Beziehung als Bahnbrecherfür die Kunstwissenschaft verehrt werden muß, hatte nämlich die Ver-mutung geäußert^, daß schon frühzeitig Abklatsche von Holzschnittenin Metall genommen worden sein möchten, und T. O. Weigel^ undI. D. Passavant 2* hatten, ohne diese Ansicht zu teilen, angenommen,daß eine dem Letternmetall entsprechende Komposition in den Fällen vondem Formschneider als Material verwandt worden sei, wo im Abdrucksich einzelne Linien verbogen darstellen oder die Farbe fleckig erscheint.Hiergegen wird von Lippmann außer anderm geltend gemacht, daß der-gleichen Verbicgungen der Linien auch auf Fehlern im Holz, auf Un-geschicklichkeit des Schneidenden, auf Unebenheiten im Papier oder Ver-zierung desselben beruhen können; endlich, daß bisher nicht eine solcheMetallplattc entdeckt worden ist. Die wenigen bekannten Abdrücke vonin Kupfer geschnittenen Bildformen gehen kaum weiter als auf das Jahr1500 zurück. Im übrigen hat die Meinung, daß die Technik des Cli-chierens schon in der Frühzeit der Buchdruckerkunst wenigstens Einzelnengeläufig gewesen sein müsse, durch die Wahrnehmung Anhänger gewonnen,daß in Holz geschnittene Initialen sich in einer und derselben Druckformganz genau übereinstimmend wiederholen, z. B. bei Erh. Ratdolt inAugsburg .
Wann man überhaupt angefangen habe, Heiligenbilder, Spielkartenu. dgl. m. vermittelst des Holzmodels zu vervielfältigen, wird wohl niefestgestellt werden können, da dergleichen Einzeldrucke zu ihrer Zeit nichtgesammelt, sondern nur durch Zufall auf uns gekommen sind und dannmeistens jeder Anhalt für ihre genaue Datierung mangelt. Die frühestenurkundlichen Nachrichten von Druckern stammen aus den Niederlanden.In Aktenstücken von 1417 im städtischen Archiv zu Antwerpen wird mehr-mals Jan de Printer? erwähnt, und zwar einmal als Schuldner eines
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