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in diesem Jahre nichts werden. Die Sache schwebt übrigens nicht beiuns, sondern bei Froben." Einige Jahre später, am 15. Oktober 1527,endlich meldet Erasmus dem Ludwig Bives: „Augustinus wird aufsstattlichste gedruckt. Die'Gesellschafter erklären, daß Dein Buch zur Zeitnicht gedruckt werden kann, weil sie Alle Überfluß an Büchern (nämlichVorräten von unverkauften) haben." ^
Ähnliche Verhältnisse entwickelten sich auch in Leipzig . Ludwig Horncken,der Gesellschafter Gottfried Hittorps in Köln , war nach Aufgabe derpariser Kommandite im Jahre 1512 nach Leipzig übergesiedelt. Hier be-gründeten beide in Gemeinschaft, wie schon im zweiten Kapitel unterLeipzig erwähnt wurde, mit dem Ratsherrn Augustin Pantzschmann undwahrscheinlich noch andern ungenannten Gesellschaftern eine Verlags-association, welche dann 1518 Niederlagen in Wittenberg und Prag er-richtete. Nach Ludwig Hornckens im Jahre 1521 erfolgten: Tode über-nahm bis zuni Jahre 1528 Wolf Präunlein von Augsburg , „der Pantzsch-mannin Diener", die Leitung der Firma. Er war oder wurde bald derSchwiegersohn Johann Rhnmanns in Augsburg , sodaß, wie ebenfallsschon bei Augsburg mitgeteilt, die Vermutung sich ausdrängt, als möchteauch letzterer zu der Gesellschaft gehört haben, zumal diese einmal diebedeutende Forderung von 1000 Gulden gegen seinen KommissionärBlasius Salomon geltend macht. In den leipziger Schoppen- und Ge-richtsbüchern tritt diese Association unter der Firma „PantzschmannsBuchhandel" auf; aber die bibliographischen Annalen wissen nichts vonihr, obschon sie noch im Jahre 1524 mit einem Geschäftskapital von 7000Gulden arbeitete. Möglicherweise sind die Hornckens und Hittorps Namentragenden Folianten aus den Jahren 1512 bis 1520 als Verlagsartikeldieser Vereinigung zu betrachten. Leider ist der Gesellschaftsvertrag selbstnicht mitüberliefert; nur die Verträge vom Jahre 1519 und 1524 überden Verkauf der Sortiments- und Verlags-Lagervorräte in Wittenberg und Prag an den bisherigen Geschäftsführer Gregor Jordan in Leipzig sind noch-vorhanden. Doch sind auch letztere von hohem Interesse, weilsie Einblicke in die Betriebsweise der Kommanditen und in die Geschäfts-usancen gewähren. Die verkauften Sortimentsvorräte bestanden aus denBüchern „so obgedachte Gesellschaft im 18. Jahr vorgangen um Anderezu Wittenberg gehabt". Ein näheres Eingehen auf das geschäftlicheDetail aber ist erst später am Platz; hier sei nur angeführt, daß die