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Erträgnisse von Melchior Goldasts Dedikationen.
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vom 7. Juni 1682 für seinen „IKösaurus eoLtssiasticius", an welchemer 20 Jahre lang gearbeitet hatte, entweder Geld oder zwei vergoldeteSchalen wählen. Dagegen bekam der Bibliothekar Georg Schielen inUlm , welcher dem Rate 40 Exemplare seiner politischen und philosophi-schen Kriegs- und Friedcnsgespräche eingesandt hatte, am 17. Februar1683 den Bescheid, „daß dieselben zu seiner Verfügung gehalten würdenund daß er künftig M. G. H. mit dergleichen Ungnad verschonen möge".In cinigcir Ausnahmcsälten beliefen sich übrigens die Verehrungen auchauf viel höhere Summen, als ein Verleger sie damals selbst dem be-deutendsten Schriftsteller zahlte. So bewilligte nicht allein Zürich am30. Juli 1690 dem Ratsherrn Nahn für seine, den evangelischen Städtendedizierte „Eidgenössische Historie" 200 Reichsthaler, sondern Bern er-kannte ihm „ohne jedes Bedenken" die gleiche Summe zu, Basel einGoldstück von 20 Dukaten, Schaffhausen 40 Reichsthaler und St. Gallen40 Reichsthaler, also im ganzen 480 Thaler und 20 Dukaten.
Diesen Beispielen mögen sich noch einige charakteristische Angabenaus der reichen Sammlung der an Goldast gerichteten Briefe anschließen.Unterm 7. Februar 1606 meldet Johann Kraft in Ulm dem Goldast,daß er den ihm gesandten „Codex" dem Senat der Freien Stadt über-reicht und von diesem für den Verfasser ein Geldgeschenk von 10 unga-rischen Dukaten bewilligt erhalten habe. David Lange in Memmingen berichtet am 18. März 1606, daß die dortigen Ratsherren große Aus-gaben für den Türkenkrieg zu machen hätten, daß sie fast täglich mitDedikationen heimgesucht würden, selbst auch gar nichts von litterarischenDingen verständen, weshalb sich Goldast für die Übersendung seinesKommentars mit einem Dukaten begnügen müsse. „Du wirst", schreibtFreher am 23. Januar 1608 aus Heidelberg an Goldast , „die im Auf-trage beider Fürsten in der Kanzlei für Dich in Empfang genommenen80 Gulden und zwar 50 Gulden in 20 Dukaten im Namen des Kur-fürsten und 30 Gulden in 20 Thalern im Namen des Prinzen dem-nächst erhalten. Man muß nie, ich rate Dir's", meinte Freher amSchluß, „Gnadenpfennige Ässpsi-ars." Diese reiche Spende schmeckte er-klärlicherweise besser als der übrigens nicht zurückgewiesene mcmmingerBettelpfennig. Goldast versuchte bald darauf noch einmal sein Glückbeim Pfalzer Kurfürsteu und zugleich auch beim Herzog von Würtem-berg. Und wirklich, am 3. November 1609 gratulierte ihm der kur-Kapp. i. 21