Kapitels Anton Kobcrgcr^ Briefwechsel init Amcrbach und Petri. 345
18 Volumina sende, mit welchen er sich einstweilen behelfen möge. Inder nächsten Zeit hoffe er mehr zusammenzubringen; indessen mögeauch Amerbach in seiner Gegend sich nach „Exemplarien" umthun. Er,Koberger, habe den ganzen Hugo schon beisammen gehabt, ihn aber wie-der an das Kloster zurückgeben müssen, da man ihn dort nicht entbehrenkönne und namentlich nicht erlauben wolle, daß man durch Hineintorri-gieren der Handschrift schade 'A?d nach derselbe setze. Am 14. Dezember1495 versichert Koberger ferner, daß er seit der letzten frankfurter Messefortwährend uach „Exemplarien" gesucht, die er früher schou iu Händengehabt habe. Es sei ihm die Zusage gemacht, daß er sie bald erhaltenwerde; er wolle sie dann sofort abschreiben lassen und an Amcrbach sen-den, damit es mit der Textrecension uin so rascher vorwärts gehe. End-lich, am 17. Mai 1496, ist Koberger in der Lage, die weitem Quin-terncn zu schicken, sodaß er jetzt den ersten Teil des Hugo in Abschriftzusammen habe. Auch sende er das Original, von welchem abgeschriebenworden sei, und bitte Amerbach nun, mit der Korrektur anzufangen. Anden andern Teilen würde täglich abgeschrieben; er habe drei gute Schreiber,welche jede Woche sechs Quaternett abschrieben. Es werde flott gehen,nur befürchte er, daß Amerbach nicht so viel korrigieren könne, als sietäglich abschrieben.
Wie bei diesem ersten, so wiederholten sich auch bei den folgendenBänden die Schwierigkeiten für die Beschaffung einer korrekten Unter-lage. Hier nur noch einige Beispiele. Als sich der Druck dem Endenäherte, verlangte Amerbach neue „^xswxlaria"; Koberger antwortete am13. August 1501, daß Amerbach nach Meldung der Mönche von Heils-bronn die andern Teile bereits erhalten habe. Auch sei nach Lyon ge-schrieben; somit hoffe er, daß man ihm die Bände bis zur Augustmessesenden werde. Wenn man sie aber nicht verleihe, so werde er, Koberger,sie auch abschreiben lassen. Am 22. November 1501 zeigte letzterer Amer-bach an, daß er ihm „Hugonem suxer DaniölsiQ" und „Librum Ug-eoa,-bömum" in vier gebundenen Büchern gesandt habe, sodaß er jetzt imBesitz des gauzen Hugo von Heilsbronn aus sein müsse. Einige Monatespäter, am 14. Februar 1502, bedauert dann aber Koberger, daß dievon ihm in Lübeck geliehenen „Axöwplg.rig." Amerbach nicht dienlichseien, und teilt ihm mit, daß er, wegen der ihm in Eßlingen als taug-lich bezeichneten, sofort schien Neffen Hans Koberger dahin gesandt habe