Kapitel.)
Fust und Schöffer gleichsam Begründer derselben.
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hatten, ebenso wie die andern Drucker Ende 1462 von dem siegreichenAdolf von Nassau aus Mainz gewiesen wurden und sich ihrerseits nachFrankfurt wandten. Erst 1465 brachten sie wieder neue größere Berlags-artikcl. Zunächst gehorchten sie also vielleicht nur dem Gebote des Zwangeswenn sie, wie in Paris, so auch in Frankfurt ihr buchhändlerischcs Ge-schäft fortzubetrciben und hier mittels der Messen möglichst auszudehnensuchten. Dadurch aber hat jene Mainzer Katastrophe, loie zur Ausbrei-tung der Bnchdruckcrkunst im allgemeinen, so auch speziell zur Entwicke-lung des eigentlichen Buchhandels unbeabsichtigt mitgewirkt.
Es war ein glücklicher Zufall, daß die Wiege der neuen Erfindungso nahe bei einem der besuchtesten Mittelpunkte des europäischen Han-dels stand. Jeder andere große deutsche Mcßplatz, wie z. B. Straß-burg, Basel und Augsburg , hätte den Erzeugnissen der Buchdruckcrkunstebenso gut als Vermittler dienen können. Paris , der bisherige bedeutendsteSitz des Handschriftenhandels, nahm erst 1470 deutsche Drucker in seineMauern auf; seine damaligen litterarischen Bedürfnisse aber konntenganz gut vou einer Filiale, wie Fust sie dort errichtet hatte, befriedigtwerden. Zufall und Notwendigkeit also führten gleich den ersten unddabei unternehmenden Verleger, Fust, nach Frankfurt , welches auch dennenen Handelszweig zu schützen und für seine Messen festzuhalten wußte.Es war eine ebenso natürliche Folge dieser Verhältnisse, daß die überganz Europa sich zerstreuenden deutschen Jünger Gutcnbergs, namentlichaber die, welche in den rheinischen Städten und in den benachbartenLandschaften ihre Druckereien gleich von Anfang an auf großem Fußeeinrichteten, dem von Fust gegebenen Anstoße folgten und gleichfalls inFrankfurt Käufer für ihre Bücher suchten. Die aus allen Weltgegcn-den zu den Messen zusaminenströmenden Kaufleute und neuerstehendenBuchführcr konnten hier aber bequemer und leichter taufen, weil sie mitjedem Jahre eine größere und mannigfaltigere Auswahl von Büchernvorfanden und ebenso günstige, als sichere Zahlungsbedingungen hatten.Zudem konnte das, was auf der einen Messe gerade nicht vorrätig war,auf der nächsten leicht genug geliefert,, also auch jede feste Bestellungübernommen werden.
Von Peter Schöffer werden im Jahre 1480 wieder zwei Forderungengegen Lübecker erwähnt, eine nämlich gegen Friedrich Pfennighudel undDietrich von der Beeke, welche ihm Waren und Briefe vorenthielten,
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