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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
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Der offizielle Mehkatalog seil 1SW,

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rügten Fehler gelitten haben: in einer Schlußschrift beklagt er sich dar-über, daß ihm die Titel nicht rechtzeitig genug zugekommen seien.

Die Meßkataloge waren inzwischen nach und uach zu einem Hilfs-mittel des litterarischen Verkehrs von solcher Bedeutung herangewachsen,daß die wieder erstarkte und immer kühner auftretende katholische Parteisich ihrer zu bemächtigen, sie unter ihre Aufsicht zu bringen suchte. Inden Jahren 1596 und 1597 warcu Irrungen entstanden (welcher Artist nicht klar), die den frankfurter Rat vorsorglich bewogen, den Druckvon Privat Mcßtatalogen in Frankfurt hinfort nicht mehr zu gestatten,vielmehr selbst eiueu einzigen, angeblich vollkommenen Katalog druckenund publizieren zn lassen, der von ObrigkeitS wegen gefertigt werden sollte.Die Buchführer sollten zu dem Ende angehalten werden, ihre Bücher-titel in die Ratskanzlei zu liefern^ «anfänglich die Titelblätter selbst,später wurden nur Titclabschriften, in ckuxlv, verlangt). Motiviertwurde dieser Beschlnß dnrch die Rücksichten auf die Censur; es waltetedabei, wie sich das des Nähern aus dem zehnten Kapitel ergebe» wird,die Absicht ob, dem Andrängen der immer selbstherrlicher sich geberdendenkaiserlichen Bücherkommission die Spitze abzubrechen. Nachdem nun imHerbst 1597 dieser Ratsbeschluß in der Buchgasse (den Buchhändlern)publiziert worden war, erschien der sogenannte Ratsmeßkatalog, zusam-mengestellt dnrch den Syndikus Dr. Kaspar Schacher, wahrscheinlich vonHerbstmesse 1598 an, und zwar, während bis dahin der Titel vielfachgewechselt hatte, unter der von nun an feststehenden BenennungOats,-loZns nnivoi'Mlis".

.Die beiden ersten dieser Meßkataloge erschienen bei Johann Feyer-abend in Frankfurt a. M, der dafür dem Bearbeiter zu Ausgang derMessen durch Geld oder Bücher entschädigte.Bnd ist damit", sagtSchacher,einem E. Rath, ein Werk erhalten worden, daß derselbige indas obrigkeitliche Amt der Juspection vm so viel tiefer impalrvuiitvnd die Jesuiten durch dies Mittel abgehalten worden, daß sie auchbis auf diese Stunde nichts weiter töntiron oder vnterstchen können."Nach Feyerabends Tode übertrug Schacher den Verlag au den Buch-drucker Johann Sauer, der ihm dafür ein Honorar von messentlich60 Gulden gewährte der Verlag des Mcßkatalogs muß demnach rechteinträglich gewesen sein und der mm die Mcßkatalogc von der Herbst-messe 1599 bis zur Fassenmesse 1608 druckte. Infolge von Differenzen