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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
Entstehung
Seite
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Kapitel.)

Preis und Auflage ihrer Berlagswerke,

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Handlichkeit dieser Ausgaben kaum erschöpfen. So nennt der straßburgerProfessor Mathias Bernegger 1635 in der Vorrede zu seiner Übersetzungdes Galilei 'schen Weltsystems die Elseviere die größten und verdientestenaller Buchdrucker, und Galilei selbst huldigt 1638 in der Vorrede zuseinenvisovrsi" der Einsicht und dem seinen Kunstsinn seiner holländi-schen Verleger.

Die Preise ihrer Verlagswerke, namentlich der alten Klassiker, warmübrigens durchaus nicht hoch. Ein Bändchen von etwa 500 Seiten, wieder Virgil von 1636, der Plinius von 1640 und jeder Band des Cicerovon 1642 kostete nur einen holländischen Gulden (1 Mark 70 Pfennige).Dieser Preis steigt und fällt natürlich, je nach dem Umfang des Buchs.So wurde der Curtius von 1633 zu 1 Mark 36 Pfennige, der Sallust,Tercnz und Florus zu je 1 Mark 25 Pfennige verkauft, während sich diegrößere Ausgabe des Plinius von 1635 und die des Livius m je dreiBänden zu je 4'/2 Gulden angesetzt finden. Selbstredend darf man bei derUmrechnung dieser Preise die seitdem verringerte Kaufkraft des Geldesnicht übersehen. Über die Höhe der Auflagen schweigen die Quellen; siewar natürlich verschieden. Als 1677 Heinsius eine neue Ausgabe desVellejus Paterculus herauszugeben wünschte, antwortete ihm DanielElsevier: er habe zwar noch 500 Exemplare der alten vorrätig, wollediese aber möglichst schnell abzusetzen suchen; Heinsius möge nur inzwischendie Textrezension fertig stellen. Nun war die erste Ausgabe des Vellejus1664 auf den Markt gekommen"; sie muß aber in hoher Auflagegedruckt worden und dabei sehr gangbar gewesen sein, wenn einerseits13 Jahre später noch 500 Exemplare davon vorrätig waren, andererseitsDaniel sich trotzdem bereit fand, einen Neudruck zu bringen.

Deutsche Bücher haben die Elseviere im ganzen nur 20 verlegt, aberdesto mehr in lateinischer Sprache von deutschen Gelehrten veröffentlicht.Die Verhandlungen des Westfälischen Friedens waren zwar in Osna-brück gedruckt worden, aber in so jämmerlicher Ausstattung, daß die Else-viere 1651 eine bessere Ausgabe davon veranstalteten. Ebenso drucktensie 1672 im Auftrage des kunstsinnigen paderborner Fürstbischofs Ferdi-nand von Fürstenberg dieNonumsuts. ^äm-iiornsuizig," nmstergültigin Quart. Deutschland war ja damals politisch und geistig so tief ge-sunken, seine Sprache galt als so roh, daß das Ausland sie gar nichtals vollberechtigt anerkannte, zumal auch die deutschen Duodezfürsten