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Verfolgung der Schwenckfeldschen Schriften.
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Buchdrucker lehren würde, was sie gegen ihren Knr- und Landesfürstcnvor Respekt zu bezeugen haben." So weit Heigel.
Seit um die Mitte des 16. Jahrhunderts die Jesuiten in Bayern Eingang gefunden ?u?d in Jngolstadt 155? ihr erstes Kollegium errichtethatten, war diese Universität ihre feste Burg geworden, von welcher aussie einen Kampf ans Leben und Tod gegen die Reformation eröffnete«?und schließlich siegreich durchführten. Namentlich ging von dort auchdie Verfolgung der Presse aus. Hier nur ein Beispiel, welches bis jetztim Staube des augsburger Stadtarchivs vergraben gelegen hat undeinen klaren Einblick in die Ccnsnrvcrhältnisse des von den Vätern Jesubeherrschten Herzogtums Bayern gestattet.
Um die Mitte des 16. Jahrhunderts gab es in ganz Deutschland wohl taun? einen gehaßtem und gefürchtetcrn „Sektierer" als KasparSchwcnckfeld (1490 bis 1561), der durch seine Tauf- und Abendmahls-lehre, sowie durch die von ihn? angestrebte Berinncrlichung der Reli-gion, sowohl den tatholischci? als dci? protestantische?? Gewalthabernäußerst nnbequcm war und auch den besondern Zorn Luthers gegensich heranfbeschworen hatte. Seine Anhänger, wenn auch friedfertigeund stille Leute, waren so gut wie vogelfrei; namentlich aber hattensie in den süddeutsche?? Reichsstädten, in Straßburg , Augsburg nndUlm, wo Schwcnckfeld die letzten Jahre seines Lebens zubrachte, Miß-handlungen nnd Unbilden aller Art auszustehen. I?? der Verfolgung dieses„greuliche?? Jrthumbs" stimmten Katholiken nnd Protestanten brüderlichübcrcin, ja letztere übertrafen womöglich jene noch in ihrem Glaubens-eifer. So ersuchte Herzog Christoph von Würtcmberg an? 20. August1563 den Rat von Nürnberg um Beschlagnahme verschiedener Schwenck-feldschcr Schriften, die dort gedruckt sein sollten. Der Rat antwortete am18. November 1563, daß er diese Sektierer und ihre Konvcntikcl nnterkeiner Bedingung dulde, daß er in allen Druckereien und Buchlädcnnach solchen Büchlein gefragt und gesucht, aber keine gefunden habe,nnd daß auch von der letzten frankfurter Messe keine in die Stadtgebracht worden seien. Ebenso beschwerte sich im Jahre 1571 GrafAlbrecht von Hohenlohc bei??? Rat von Frankfurt über die dort ge-druckten Schwenckfeldschen „Famoslibelle". Letzterer ließ die Bnckgasscnach ihnen durchstöbern, fand indessen, wie bei solchen Visitationenmeist der Fall, leine dergleichen. Daß in Augsburg verschiede??? Schriften
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