Druckschrift 
Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
Entstehung
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707
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Kapitel.) Austreten der Endter in Nürnberg für die Büchertaxe. 70?

der Buchhändler zum Gegenstaude der Reichsgcsetzgebung zu machen; dcnuam 26. Februar 1671 verlangte der Kaiser von Hünefeld Bericht dar-über, ob nicht durch die vereinbarten Punkte andern hin und wieder imReiche gesessenen Buchdruckern, Buchbindern, Kunsthändlern und Kon-sorten, welche darüber nicht vernommen worden, wie auch den Ständenselbst präjudiziert werde und wie solcher Jnkonvenienz vorgebeugt werdenmöge. Die Kommissare waren aber der Ansicht, daß denjenigen, welcheüber die Punkte nicht vernommen worden, ein besonderes Präjudiz uichtkönne zugefügt werden; wegen etwaiger Malkontenten dürfe das für denBuchhandel ersprießliche Werk nicht ersitzen bleiben. Ebensowenig könntensie einsehen, mit welchem Fug sich ein oder der andere Stand dadurchgraviert finden könnte, da ja keinem das Geringste an seinen Privilegiendadurch derogiert werde. Sie hätten auch nicht vernommen, daß irgendein Stand, außer dem frankfurter Rat, der sich der kaiserlichen Intentionin Aufrichtung einer Bücherordnung allein opponiere, viel weniger aberBuchdrucker und andere sich darüber beschwert hätten.

Obgleich nun die Satzungen von allen angenommen und unterzeichnetwaren, hatten sich doch Ludwig Neuenhahn, Michael und Friedrich Endter,Johann Fritsch, Michael Dehmen und Alexander Harttung vorbehalten,die Büchertaxe, die in Wien stets als der vornehmste Punkt angesehenwurde, bei der Kommission wieder in Anregung zu bringen. Demge-mäß traten im November 1669 die Endter (Johann Andreas, Wolfgangdes Jüngern Erben, Michael und Wolfgaug Friedrich) noch einmal fürsich allein dem Kaiser gegenüber zu Gunsten der Harttungschen Vor-schläge eilt. Den Vorwand gab der Umstand ab, daß die beiden Erst-genannten Unpäßlichkeit und Geschäfte halber den Verhandlungen inFrankfurt nicht hätten beiwohnen können. Im ganzen wiederholen sieaber nur das in der Harttungschen Eingabe Gesagte; hervorzuheben isthöchstens dte Äußerung betreffs des Kunsthandels, daß man nämlichviele theologische, historische und politische Bücher mit unnötigen Kupfernanfülle und denselben dadurch ein scheinbares Ansehen gäbe, einzig zudem Zwecke, damit die Kunsthändler den Buchführern so ihr StückleinBrot entziehen und sich in den Buchhandel einschleichcn könnten. Daszwinge vielfach die Buchhändler, auf Kupferinventioncn zu denken undein Werk dadurch noisns valsns zu verteuern. Dies war ein Argu-ment pro ckorno, denn die Ettdter hatten selbst viele illustrierte Verlags-

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