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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
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Steigerung der Anzeichen dieses Verfalls.

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Lxöiax1g.i-ia iezo Sieben sampt denn Verschickungsohnkvstcn vnd vondenn in den Wesentlichen (HatnaloZum libroium kommenden Büchern,die doch vor dem Teutschen dreyßigjährigen Krieg ganz frey gewesen,zwey Lxemplarig. eingefordert werden) fast gänzlich darnieder liege,vnd daß mehr gedachte Herrn Lownüssari^ von denen Jenigcn vhn-xrivilsZirten Büchern, welche nicht in den La-tdaloZurn lidrorum ge-setzt werden, nicht der wenigers auch zwey exsmplaria annoch abgestattethaben wollen, wozu Sie Buchführer aber als eine ganz neue Beschwe-rung bis iezo sich nicht verstanden, sondern dabey sich entschuldiget haben;Obwohlen nun solches als eine, nicht viel auf sich habende Sach ange-sehen werden möchte, so wird doch diese fernere Beschwerung denenBuchhändlern zum äußersten schaden, sowohl als zum endlichen ruindes allhier noch vorhandenen wenigen Buchhandels gereichen,wann solche annoch eingeführt werden solte, indeme die große traotatenvnd Bücher hoch in das gelt lausten, vnd ein Buchhändler offtmahlenvon dergleichen traotaten nur zwey oder drey Lx^uixla-rig. vnd zwarauß fernen vnd wohl gar auß frembden Landen cmhero bringet, daheroSie Buchhändler, vnd zumahlen die cmßländische, alßdcmn von hießigcnMeßen ehe gänzlich abzubauen, vnd an andern orth vnd nach Leipzig ,allwo Sie dieser gisst nicht unterworffcn, sich zu ziehen bewogen werdenehe Sie solche vber sich ergehen lassen würden."

Aber in der Hofburg hatte man taube Ohren für diese immer be-denklicher werdenden Andeutungen, kein Auge für den immer sichtbarerwerdenden Verfall der frankfurter und für das steigende Übergewicht derleipziger Messe . Man scheute selbst vor Gewaltmaßregeln nicht zurück.Am 1. Mai 1696 schlug das Bücherkommissciriat damals der kaiser-liche Fiskal Franz Erasmus von Emmerich, der Bücherkommissar KasparVollmar und dessen Substitut Herm. Andr. Hohfeldt dem Kaisergar vor, die Holländer, die zu Wasser nach Frankfurt zu kommen pflegtenund sich zur Lieferung der schuldigen Exemplare nicht verstehen wollten,mittelst Exekutionsedikts an den Kurfürsten von Mainz daselbst inPerson, oder doch ihre Effekten anhalten zu lassen, da sie in Frankfurt so leicht keine Exekution zu befahren hätt-m.

Das bequeinste Hilfsmittel, um behufs Erlangung der gewünschtenPflichtexemplare Kenntnis von allen neuen Erscheinungen zu erlangen,war natürlich der Mcßkatalog; auf ihn hatte die Bücherkommission des-