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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
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Kapitel,Z Schreiben der Evangelischen Reichsstände vom !N, März 1681!.

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Römisch-Catholischen und sonderlich Geistlichen Bücher-L»mmi88arii (dessen^.Mi-odatim, besorglich kein Evangelisches seriptum finden wird) verdächtige<Hsii8nr, oder auf einen ungewissen Ausgang und ckeeisum Q^ai'äircn, wagenund auf mehr vorscyeudeu Verlust und beschwerliche üistr^lu'rung, als ehr-liche Losung, selbe mehr zu freiem Kaufs briugcu dörfftc? So würde dem-nach zuvorderist dem gantzen Evangelischen Wesen damit am allerwehcstcngeschehen .... wenn über 1'vleiniea et, RöliZionis Lvg.ngelieae ?u»<In-menta, ex 8aer» Leäiee darthuendc seripta ein cintziger und zwar der an-dern lieligion zugethaner Manu zu e»AN08ciren Macht haben, und ob einoder anders solcher Bücher zn verlausten oder zu eoutiüeiren, oder auch mitin den Bllcher-<üg,ta,1ogum, als bey welchem sich biß daher noch von keinemder vorigen Bllcher-Vommissiuiorum etwas angemasset worden, zu bringenvon seinem uv äiversitatsin ReliZiomü nicht wenig üuspeeten <Ieei8O <1e-penckiren solte. Weilen nun gleichwohl die Reichs - (?on8titutioiie8 und inspeeie die Religion«-Verträge sambt den Westphälischen Friedens-Schlüssenein anders erheischen . . . Als leben unsere . . . Herren ^riueii-^len, Obernund Lommittsnten der allerunterthänigsten Zuversicht . . . Ew. K. M. wer-den . . . obangefllhrte Ungleichheit nicht allein nicht zulasse» .. . sondern viel-mehr die Stände des Reichs, nnd in speeie auch den Nagistra-t zu Franck-furt bey denen hergebrachten ^uridus, und Bcfugnussen in dogniti»n undOonnseirung aller und jeder und sonderlich der Evangelischen Bücher, auchVerfertigung des Ls-talogi uuncliiurlis, und was demselben allen mehr an-hängig, geruhiglich zu lassen, und Dero Bücher-(?ommis8^i-i» sich weder zu-gleich in obbesagtem sich einzutringen, am wenigsten aber einseitigen undalleinigen Gewalt dabey anzumassen, ernst- und nachdrücklich zu innidirenallergnädigst geruhen. . ."

Alldiewcilen aber auch, allcrgnädigster Kayscr und Herr, öffters er-wehnte unsere Herren ?rineipalen .... ein Zeithero wahrgenommen,welcher gestalt von theils 8oriptoridu8 bis daher die geziemende mocksstiaoalami in ihren Schrifften nicht gehalten, sondern sich vielmehr von denen-selben, und-insonderheit von denen Römisch-Catholischen, einer solchen har-ten Schreibens-Art und allerley invsetiveu gegen die Evangelische Lehr undLehrer dabey bedienet werden, wordurch die Gemüther nur mehr erbittert.... wie dann der von vielbesagter Stadt Franckfurt Ew. K. M. Camer-I^iscg,! unterm K./16. Oetodi-. jüngsthin beygelegte Lxtraetu« allerhand heff-tiger und sehr ehrenrühriger von unterschiedlichen gar neuen CatholischenLeridsnten ausgestossener Schmähungen und (üalumuien, nach der lüopiirsud ^. solches klärlich bezeugen kan, mchrers vor jctzo nicht anzuführen,Als ersuchen Ew. K. M. sie auch desscnthalben allerunterthänigst uud ge-horsamst, Dero Kayserl. Amt und höchste Autorität dahin allergnädigst zuinterponiren, daß solchem ungebührlichen Unternehmen mit Nachdruck ge-