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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
Entstehung
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Quellennachweise und Anmerkungen.

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Jahre nach Ausfertigung des Privilegiums erschienen/ indem andernfalls der Ver-lust des Privilegiums eintreten sollte. Allein durchgesetzt wurde diese Anordnungnicht; denn im Ausgange des 17. Jahrhunderts erklärt der kursächsische Bücher-fiskal David Bittorff, das Privilegium werde nur nachgesucht,damit solches Buchbey ihrer Handlung, damit sich ein anderer daran nicht vergreisten dürffe, oon8sr-virt wird". (Bei A. Kirchhofs, Die kurf. söchs. Bücher-Kommission^ Im ArchivIX, 93.)

ei) So heißt es in einem Briefe des Buchhändlers Simon Hütter an den Buch-druckergesellen Adam Seydel vom 25. Mai 1576:was anlanget das Privilegium,so der Herr Thurneyser keines darüber hette, hab ich ein General Privilegium, sonstwürde er (so. der Kalender) mir alsbald nachgedruckt" (abgedruckt bei A. Kirch-hofs, Beiträge zur Geschichte der Preßmaßregelungen und des Verkehrs auf denBüchermessen im 16. und 17. Jahrhundert. 'Im Archiv II, 67, Anm. 57). Ebensoverleiht der straßburger Rat im Jahre 1669 dem Buchdrucker Josias StÜdel dasRecht, auf die von ihm verlegten Bücher(Zum gratis st xrivilsZio ssnatus ^rAsn-tWsvLis" zu setzen. (Zur Gesch. des Straßburger Buchdrucks und Buchhandels .Im Archivs, 62. Vergl. auch die von A. Kirchhofs, Die Anfänge des Leipz.Meßkatalogs, im Archiv VII, 104 fg., publizierten Aktenstücke.)

es) So heißt es in dem von dem Rat der Stadt Breslau am H August 1590dem breslauer Buchdrucker Georg Baumann erteilten (vom Kaiser Rudolf II. inseiner Eigenschaft als König von Böhmen und Herzog Von Schlesien am 26. Ja-nuar 1596 bestätigten) Privilegium:Gleicher gestalt wollen wier Jhme auch ver-gunst vnd zugelassen haben, daß er für die gemeine Studierende Jugennt allerleySchuelbücher und l'rg.otstlein, Alß den vonstnin vnnd Kr»rQras.tioara beysammen,So woll Isrsritii Loirisäiss vnnd etzliche außerleßene Dxigrolks Lioeronis, sowollden OkteolilZinnin vnnd anndere so der Schüllern notturfft erfordert würde, in derbequemsten Form, wie es ihme am besten gelegen, druckenn, vnnd zu freyem kauffsetzen möge, dann Jhme die alhiegen vnnd anndere Buchführer fein einhalt thun,vielwenniger Jhnne mit fremden LxsmxlsrisQ zuüberführen oder dieselben alhieoder sonnsten in vnnser ^urisiliotioQ zuuerkhauffen vnnd zu visti-allrii befugetsein sollen, doch daß er, wann Er auß obgedcichten stücken waß drucken will, solchesden Buchführernn, darmit sie sich in derselbten Nstsrisn mit frembden Lxsmxls-reu zur Vnnoth nicht belegen anzaige." (Bei A. Kirchhofs, Die Breslauer Buchhändler und der Buchdrucker Georg Baumann. Im Archiv VI, 90.) Zugleichmit der Bestätigung dieses Privilegiums gewährt der Kaiser dem Baumann nochdas weitere Privilegium,daß Jhme kein Buchdrücker, vnnd Buchführer, die Alma-nach oder Calennder sowol Riotiarili LartKoliin ^vLtristuin I^idrog. Item von-r-M vsltis <üs,srmri^ Vrsivs VsIH Krexori/j I^oZi^, welche er mit sonnderlichenKosten erkauffenn vnnd erlanngen würde, nicht nachdrucken vnnd Jhme zu schadeneinnführcn solle."

«3) A. Kirchhofs a. a. O. S. 54.

e<) Bei A. Kirchhofs, Zur Geschichte der kaiserl. Bücher-Kommission inFrankfurt a. M. Im Archiv IV, 111.

ss) So erteilte König Gustav Adolf am 7. November 1621 dem rigaer Buch-händler Nikolas Mollyn ein Generalprivilegium für alle in dessen Druckerei ge-Kapp. I. 54