Das Jahr 1813.
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Alexander von Rußland und beim Fürsten Schwarzenberg erwirkt hatte,die amtlichen Publikationen der Verbündeten und die Nachrichten vonden Ereignissen der Leipziger Schlachten brachte, die Brockhaus selbstauf den Schlachtfeldern sammelte.
Am 30. Mai war Davoust wieder in Hamburg eingezogen, in demsich inzwischen die Bürger gegen die Franzosenherrschaft erhoben hatten— an der Spitze des Aufstands hatte Friedrich Perthes gestanden; so-fort am Tage darauf wurde Perthes' Bücherlagcr und Handlung ver-siegelt; am 24. Juli erließ Davoust einen Generalpardon: nur zehnMänner waren davon ausgenommen, und unter ihnen befand sich Perthes.„Dank dir von Herzensgrund", schreibt dem Geflüchteten, der geächtet,des Vermögens beraubt, an den Feldzügen im nordwestlichen Deutsch-land teilnahm, seine Gattin, „daß dein Name unter den Namen der zehnFeinde des Gewaltigen steht; das soll uns eine Ehre und Freude sein,so lange wir leben."
Spricht nicht ebenso das Herz des deutschen Buchhändlers, derdiesen Brief liest, noch heute, und wird es nicht immer so sprechen?Unter den Namen der Feinde des Gewaltigen stand aber nicht nur derName eines einzelnen Buchhändlers, sondern der des deutschen Buch-handels selbst; mit Ehren ging er selbst aus dem Zeitalter der Knecht-schaft hervor und in das der Freiheit hinein, das er mittelbar undunmittelbar mit vorbereitete und das die Leipziger Schlacht erkämpfte.
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