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Landsleute von Dir sind, und hast Du mehr nationalen alsweltbürgerlichen Sinn, so wird Dir der Gedanke tröstlichsein; denn die armen Leute sehen recht jämmerlich, rechtunglücklich aus. Willst Du wissen, was sie sind, woher siekommen, wohin sie gehen?
II.
Nichts ist den geographischen Kenntnissen zuträglicherals der Krieg. Merkwürdigerweise ist die Regierung, diesich doch so oft die übermäßige Belastung des Militär-budgets und die allzu geringen Ausgaben für den öffent-lichen Unterricht vorwerfen lassen muß, noch nicht daraufverfallen, sich dieses Arguments zu bedienen. Sie könntedurchaus behaupten, daß hier auch eine Art Rechnungs-übertragung vorliege, und daß von Rechtswegen die geo-graphische Belehrung, welche dem Lande aus kriegerischenUnternehmungen erwächst, dem Konto „Landheer undMarine" gutgeschrieben werden müßte. Ja, von diesemStandpunkt aus würden die Kriegszüge in die Ferne, diein gewissen Kreisen so schlecht angeschrieben sind, sogarzweckentsprechender erscheinen als kleine Ausslüge in dieNachbarländer. Am Ende ist an der Unwissenheit desherangewachsenen Geschlechts in geographischen Dingen nurdie überfriedliche Sinnesart des Königs Louis - Philippe schuld. Was gab es unter dieser Regierung zu lernen,wenn man von dem bißchen Algerien absieht?
Dem letzten deutsch - österreichischen Kriege also ist eszu danken, wenn man in Frankreich darüber unterrichtetist, daß in dem Friedensschlüsse zwischen den kleinen Fürstendes ehemaligen Bundes einem gewissen Großherzog vonHessen aufgegeben ward, mit einem Stückchen seines Erb-