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des Po Itawaschen die Differenzierung zwischen arm und reichhei den Staatsbauern weiter fortgeschritten als bei den Guts-bauern; ich fand bei den Staatsbauern neben zahlreichenniedergehenden einzelne stark aufstrebende Elemente. Beiden Gutsbauern herrschte oft noch geistige Nacht, bei denStaatsbauern mehr religiöses Leben, freilich auch Ketzerei.
Der Unterschied zwischen Gutsbauern und Staatsbauernerhellte mir u. a. auch aus der Mitteilung einer Volksschul-lehrerin, welche in einem Dorfe von Gutsbauern Schule hielt.Sie sagte mir, dafs die Schule von den Kindern eines mehrereWerst entfernten Staatsbauerndorfes mehr und regelmäßigerbesucht würde, als von denen des eigenen Dorfes; letzterezeichneten sich zudem durch schwer auszurottende Diebes-gewohnheiten unvorteilhaft vor den Nachbarn aus. In derThat bewundernswert schien mir der Kampf, den diese Dame,ähnlich wie viele ihrer Kolleginnen, in geistiger Einöde mitder Unkultur führt; bewundernswert die hierzu gehörige Selbst-verleugnung und Thatkraft. Klassen von 40, 60 Knaben undmehr im Zaum zu halten und zu disciplinieren, ist eine Auf-gabe, deren Lösung bei uns zu Lande für die Kräfte einerFrau unlösbar erscheinen würde — sie wird gelöst, wie michsachkundige Beobachter versicherten.
Ähnlich wie im südlichen Bezirke des Charkoffschen ent-wickelt sich auch im Bezirke von Konstantinograd über denStaatsbauern — und ihrem wirtschaftlichen Fortschritt dieWege weisend — ein stärkeres Element, das von aufsenhereindrängt, hier nicht die deutschen Kolonisten des Südens,sondern die Kosaken des Westens. Sie sind es, welche,vielfach ohne Hilfe der Bauernbank, das Gutsland aufkaufen
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auf ihm blühende Grofsbauernbetriebe gründen; als Pächtervon Gutsland verschmähen sie die Pacht gegen Arbeitsleistungund nehmen statt winziger Parzellen gröfsere Ackerstücke inGeldpacht.
Erst seit etwa sieben Jahren vollzieht sich der friedlicheEinbruch der Kosaken in den Bezirk von Konstantinograd,und schon sprachen mir verschiedene adlige Gutsbesitzer vonihnen als der Klasse „neuer Gutsherrn", welche die alten