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2 (1913) Krieg und Kapitalismus
Entstehung
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II. Die Ausweitung des Heereskörpers

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Die rasche Steigerung derHeereskräfte, die nundauernd gehalten wurden, seit dem Mittelalter, wird durchfolgende Ziffern ausgedrückt:

1. Frankreich 53 : Karl VII. hielt 4500 Mann Kavallerie,und (aber nur auf dem Papier, meint unser GewährsmannH. Baude) 8000 Mann Infanterie (Bogenschützen).

Ludwig XI. hinterließ bei seinem Tode 4500 gens darmes,un bon nombre de Suysses, grant nombre de francs archerset dautres gens de guerre, quon estimoit 60 000 combattantä sa solde, qui estoient payds, tout prdts ä le servir contreses ennemis (Quicherat). Das war aber wohl der Kriegs-stand ?

Für das Jahr 1492 (also unter Karl VIII.) gibt der vene -tianische Gesandte Zach. Contarini die Präsenz wie folgt an:3500 Lanzen Kavallerie (zu je drei Pferden); 7000 Bogen-schützen ; 10 000 mortes-payes (Invaliden).

Das Heer, mit dem Karl VIII. in Italien einrückte, um-faßte nach dem Nouveau voyage littdraire de deux rdligieuxbdnedictins) 42 000 Mann zu Fuß, 6500 Lanzen (zu 3 Heitern).

Franz I. hielt 50000 Mann Infanterie, 15 000 Reiter.

Zur Zeit Karls IX. beziffern sich die in den Religions-kriegen sich gegenüberstehenden Heere zusammen auf 130 000Mann zu Fuß und 35000 Mann zu Pferde (nach Davity).

Heinrich IV. hielt 51000 Mann zu marschieren bereit.

Im Dreißigjährigen Krieg bringt Frankreich bereits über100000 Mann auf die Beine: 1636 bis 1642 stehen 142000Mann Infanterie und 22000 Kavallerie im Felde.

Die Heere Ludwigs XIV. sollen zeitweilig bis auf 400 000 (?)angewachsen sein. Der Bestand der Regimenter war ver-änderlich; namentlich schwankt die Zahl der Infanterieregi-menter: 1697 gibt es deren 151, 1712 nur 121.

Mitte des 18. Jahrhunderts setzte sich die französischeArmee wie folgt zusammen: