Die innere Organisation des Wirtschaftslebens.
liert es theoretisch und macht es zur Basis des Handwerks, woman dessen Wesen ausdrücken will. Dort vor allem wird es mitEntschiedenheit betont, wo feindliche Mächte diesen Grundpfeilerhandwerksmäßiger Existenz, die „Nahrung" zu erschüttern drohen.
Aber der Handwerker will sein Auskommen haben und dabeiein freier Mann sein, d. h. als selbständiger Produzent bestehenkönnen. Diese Selbständigkeit ist es erst, die den Handwerker imeigentlichen Sinne von ebenfalls gewerblichen Arbeitern anderenökonomischen Charakters unterscheidet.
Um jene Zwecke zn erreichen, die dem Streben des Hand-werkers zu Grunde liegen, setzt er nun sein ganzes Können ein.Dieses aber ist, wie wir wissen, doch immer vorwiegend eine tech-nische Fähigkeit: dnrch eigenhändige Arbeit also muß er seinenZielen zuzustreben suchen. Was seiner Hände Geschicklichkeit zuleisten, was seiner Arme Spannweite zu umschließen vermag, dasist die Sphäre seines Wirkens, das also als ein unmittelbarerAusfluß seiner Persönlichkeit erscheint. In diesem Sinne hat mandas „Handwerk" sehr treffend bezeichnet als den „Ausdruck einerzum Lebensbernf ausgeprägten bestimmten Tätigkeit des Jndivi-dnnms, die sich sozusagen soweit ausdehnt, als die Kraft dereinzelnen Hand zu herrschen und zu schaffen vermag." Dieser Ideeder Arbeit als einer Betätigung der Gesamtpersönlichkeit entsprichtdie dem Handwerk eigentümliche Berufsgliederung. Dieseist eine solche, daß die Individualität eines Menschen seine Kräfteüber einen gewissen Kreis von Tätigkeiten erstrecken kann undsoll, die durch ein geistiges Band, durch die Idee eines Ganzen zu-sammengehalten werden; daß eine Ausweitung dieses Kreises seineKräfte zersplittern muß, während andererseits, wenn diese Kräftein zu engem Kreise oder wohl gar nur in einer Richtung hinbctätigt werden, der Arbeiter in die Stumpfheit des rein mecha-nischen Betriebes versinkt. Was gleicbsam die qualitative Ab-grenzung der einzelnen Handwerke charakterisiert, während diequantitative Zuteilung des Wirkungskreises deutlichst uuter demEinfluß des Leitsatzes von der „Nahrung" stets gestanden hat.Nach beiden Richtungen hin — das wollen wir festhalten — sindalso für die Abgrenzung der einzelnen Handwerke (deren lange