132
Das Volk.
Die rastlose Energie der jüdischen Rasse, ihre nie ruhendeBetriebsamkeit: sie fand nun also das natürliche Feld ihrer Be-tätigung in dein Streben nach Geldbesitz. Und der schon ge-schilderte praktische Sinn verlegte dieses Streben alsobald in dieSphäre wirtschaftlicher Tätigkeit: das Streben nach Geldbesitz wirdzum intensiven Gewinnstreben, zum Erwerbstrieb, der zwar keines-wegs eine auf die jüdische Rasse beschränkte Gemütsverfassung ist,der aber doch in ihr aus den angeführten Gründen begreiflicher-weise zn stärkster Entfaltung komiiten^ mußte. Nnu ist aber wohl auchschon ersichtlich, was es bewirkt, daß die Juden gerade iu unsererZeit eine so große Bedeutung sür das Wirtschaftsleben erlangthaben. Dieses wird ja, wie wir wissen, in der modernen kapitalistischen Organisation ganz und gar auf den Gelderwerb ausgerichtet. Allewirtschaftlichen Funktionen werden ihrer qualitativen Konkretheitentkleidet, um nur noch in ihrer Beziehung auf das Geld, d. h.also in abstrakt-quantitativer Bestimmtheit zu erscheinen. AllesWirtschaften wird zu einem Erwerben; alle ökonomischen Vornahmenwerden zum Geschäft. Ich verwies auch schon darauf, wie alleSphären wirtschaftlicher Tätigkeit von rationalistischem Geiste durch-tränkt werden, wie das eminent Praktische, das schlechthin Zweck-mäßige entscheidend über den wirtschaftlichen Erfolg wird. Sind dasalles nicht Vorgänge, Wandlungen in Anschauungen und Praktiken,die dem spezifisch jüdischen Geiste zu gute kommen, die ihm einimmer weiteres Feld der Betätignng einräumen müssen?
Wie sehr gerade diese spezifisch kapitalistischen Züge des Wirt-schaftslebens dem jüdischen Charakter adäquat sind, vermögen wiram deutlichsten an der Tatsache zu ermessen, daß wir am meistendie Juden in denjenigen Sphären wirtschaftlicher Tätigkeit zuHause finden, in denen das reine, qualitätslose, abstrakte Geld-verhältuis am ausschließlichsten herrscht: das sind der Geld- und»ach ihm der Wareithandel und zwar in diesem wiederum derZwischen- oder der Detailhandel, während in der Prodnktions-sphäre, zumal iu der Landwirtschaft, längst die Beteiligung derJnden nicht in gleichem Maße stattfindet. Von 10 000 erwerbs-tätigcu Jnden in Preußen entfallen nur 106 auf die Landwirt-schaft (gegenüber 3 411 Evangelischen und 3 929 Katholischen),