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Der Verkehr.
Dampfschiffahrt, die zunächst vorwiegend der Personenbeförderungdienen sollte, hervorgegangen. Zolche Tampfschiffahrtsgesellschafteubestanden Ende der 1330er Jahre bereits mehrere: Die RheinischeDampfschiffahrtsgesellschaft zu Köln seit 1826 (Aktienkapital 240 00YTaler), die Niederländische TampfschiffahrtS'aktiengesellschaft, dieDampfschiffahrtsgesellschast für den Nieder- und Mittelrhein seit 1836(Aktienkapital 550000 Taler). Diese Unternehmungen, wie gesagt,sollten in erster Linie dem Personenverkehr dienen, besvrgten abernebenbei von vornherein auch (auf ihren eigenen Dampfern) dasFrachtgeschäft. Letzteres stand zum Passagiergeschäft etwa im Ver-hältnis von 1 zu 2. Im Jahre 1830 beförderte beispielsweise dieerste der genannten Gesellschaften (nach Ferber) 23777 Personenzu Berg, 28 803 zu Tal, und vereinnahmte dabei 134 635 Taler(1827 erst 55498Taler), Güter führte sie zu Berg 111834Zentner,zu Tal 60 002 Zentner, und vereinnahmte dafür 74657 Taler(1827 erst 23 388 Taler). Seit Ende der 1830er Jahre jedochverfiel man darauf, die Kraft der sich selbstbewegenden Dampfschiffestatt zum Tragen von Lasten vielmehr zum Schleppen andererFahrzeuge (ursprünglich, wie gesagt, der alten Schifferkähne) zul»enutzen. Die erste Gesellschaft, die einen regelmüßigen Schlepp-dienst einrichtete, soll nach Bvrgins die oben an zweiter Stelle ge-nannte niederländische D. A. G. gewesen sein (1838). 1842 über-nimmt auch die Rheinische D. G. die Dampfschlepperei. Gleichzeitigjedvch entwickelt sich nunmehr als neue Form der DampsschifsahrtS-Unternehmung die reine Schleppschiffahrtsgesellschaft. Als erste1841 die Kölnische Dampfschleppschiffahrtsgesellschaft (Aktienkapital412 500 Taler), und dann im Gefolge rasch hintereinander gleicheUnternehmungen in Mainz (1842), Mannheim (1843), Amsterdam (1843), Frankfurt a. M. (1844), Rnhrort (1845 und 1846) undDüsseldorf (1846).
Eine weitere Stufe in der Entwickelung der kapitalistischen Binnenschiffahrt wird dann erreicht (und der Anfang dazu wirdmeist sehr frühzeitig gemacht), wenn die Schleppschiffahrtsgesell-schafteu auch das Frachtgeschäft an sich ziehen, d. h. in eigenenSchleppkähnen (die einen bedeutenden Fortschritt gegenüber denalten Segelschiffen der Einzelschiffer darstellten!) für ihre Rechnung